Anette Strohmeyer: Ondragon – Menschenhunger

Der erste Fall des Herrn Ondragon hat mich wirklich gefesselt.

Von der Story möchte ich ungern etwas verraten. Nur soviel: Ein psychisch kranker Mann will sich therapieren lassen und gerät dann – mitten im Wald an der Grenze zu Kanada in einer Luxus-Irrenanstalt – in einen Mordfall, für den ein sagenumwobenes Wesen aus Legenden der Indianer verantwortlich gemacht wird.


Die originelle Hauptfigur Ondragon mit seiner tatsächlich sehr absurden (bisweilen vielleicht lächerlichen?) Psychose macht die ohnehin schon spannende Story doppelt lesenswert. Der Schreibstil passt so wunderbar zum Charakter, es gibt keine holprigen Formulierungen, keine Störungen, die den Leser daran erinnern, bloß ein Buch zu lesen. Nein, man ist von Anfang an gefangen in dieser Geschichte zwischen einer Indianer-Sage und einer VIP-Irrenanstalt.

Die anfangs abwechselnd erzählten Geschichten der Indiander-Sage und den Geschehnissen in einer abgelegenen Anstalt für wohlhabende psychisch Kranke bauen eine extreme Spannung auf und halten diese auch sehr lange aufrecht. Und selbst als die Indianergeschichte für einen langen Zeitraum abbricht und man nur noch Ondragons Erzählungen folgt, nimmt die Spannung nicht ab. Ich selber war mindestens so verstört wie die Hauptfigur selbst und habe jede Extremsituation mit Ondragon zusammen erlebt. Ich war völlig gefangen in diesem gruseligen Wald voller alter Legenden und schauerlicher Vorfälle.

Die Autorin und ihre Figur Ondragon haben mich überzeugt. Für einen Auftakt ist dieser Roman ebenfalls sehr gut geeignet, denn es gibt Andeutungen, von denen man hoffen kann, sie später noch einmal erwähnt zu finden, ohne das Gefühl zu bekommen, die Handlung des ersten Buches sei nicht abgeschlossen. Eine tolle Mischung aus Thriller, „Who dunnit“, Mythen und Legenden und abstoßenden Geheimnissen, die man langsam zusammen mit Ondragon entdeckt.

Volle 5 Sterne für eine so packende Geschichte, die einen während des Lesens nichts loslässt!

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