L’axelle Achselpads

L'axelle AchselpadsMitarbeiter von L’axelle sind an mich herangetreten, nachdem sie auf meinen Blog gestoßen sind. Sie haben mich gebeten, eines ihrer Produkte, und zwar Achselpads, zu testen und ehrlich zu bewerten. Ich freue mich sehr über das Vertrauen in meine Meinung und darüber, dass mein Blog anscheinend so gut ankommt. Und natürlich teste ich gerne gerade solche, vielleicht noch unbekanntere Produkte.

L’axelle hilft den Menschen, indem sie sich auf eine der wahrscheinlich unangenehmsten menschlichen Eigenschaften spezialisiert haben: Das Schwitzen. Neben einer informativen Broschüre zu Schweißbildung und Schweißbekämpfung bieten sie eine interessante Produktpalette – wobei die Achselpads mit Abstand das interessantes Produkt darstellen, da ich sowas bisher nicht gesehen habe und auch  nicht kannte und erst recht noch nie benutzt habe.

Die Achselpads sind dazu gedacht, im Achselbereich in die Kleidung eingeklebt zu werden und den Schweiß aufzusaugen. Sie sollen so Schweißgeruch verhindern und die Kleidung gleichzeitig vor Schweiß- und Deoflecken schützen und Verfärbungen vorbeugen. Ich finde das eine prima Idee!

Außerdem kommen sie gerade recht. Denn: Ich darf aufgrund einer Hauterkrankung kein Deo benutzen und kann mich nur mit Talkumpuder vor Schweißbildung schützen. So kann ich nun die Achselpads direkt in einer Extremsituation testen: Ohne Deo. Allerdings sind sie anscheinend auch dafür gedacht, u.a. ohne Deo genutzt zu werden, da auf der Verpackung der Hinweis zu finden ist „Kann auch in Kombination mit Deodorant verwendet werden“.

Die Pads sind haut- undL'axelle Achselpads allergikerfreundlich. Sie besitzen zwei Knicklinien, um sich der Form der Kleidung besser anpassen zu können. Wie genau sie verwendet werden sollen, wird im Beipackzettel einfach erklärt. Da erfährt man dann auch, dass die Pads aus einem bestimmten Grund zwei Knicklinien besitzen: Eine für’s Einkleben im rechten Ärmel und eine für die linke Seite. Außerdem wird darauf hingewiesen, dass die Pads besser nicht in Kleidung mit langen Fasern wie zum Beispiel Angora oder Mohair eingeklebt werden sollten, um mit der Klebeseite das Material nicht zu schädigen. Die Pads enthalten aber auch eine Wäscheschutzschicht und sind somit für fast alle Textilien (außer den eben genannten) geeignet.

Die Seite der Pads, die mit der Haut in Berührung kommt, besitzt eine weiche Oberfläche mit Vlies-Textur und Aloe Vera. Mich persönlich erinnert sie an Wattepads – ein bisschen fester und natürlich um einiges dünner, aber das Gefühl ist das gleiche. Die Stofffasern saugen entstehenden Schweiß auf und schließen ihn ein, sodass kein Schweißgeruch nach außen oder in die Kleidung dringt. Denn dieser wird im einzigartigen Saugkern unter der Oberfläche gespeichert.

So viel also zur Theorie.

L'axelle Achselpads in der Kleidung angebrachtDas erste Anbringen in einem meiner Oberteile war gar nicht schwer. Das einzige Hindernis stellte meine morgendlich eingeschränkte Denkfähigkeit dar, als ich auf die Frage stieß, ob der linke Ärmel auf links gedreht immer noch der linke Ärmel ist. Aber dank des Verlaufs der Knicklinien auf den Pads und der kleinen netten Anleitung war das dann doch nicht so ein großes Problem und ich konnte die Pads ohne Korrigieren einkleben. Beim auf rechts drehen hatte ich kurz Angst, sie würden sich ablösen, ist aber nicht passiert. Beim Anziehen ist es erst ein komisches Gefühl, v.a. wenn die Ärmel recht eng sind und man mit dem Arm an den Pads entlang fährt, bevor sie endlich am richtigen Platz sitzen. Dann muss man doch ein bisschen rumfummeln und ziehen, weil es sich einfach ungewohnt anfühlt, da noch was im Oberteil kleben zu haben. Die Pads passen sich aber erstaunlich gut der Körper- und Klamottenform an. Am Anfang bemerkt man ihre Anwesenheit noch stärker, ab und zu denkt man gar nicht mehr drüber nach. Je nach dem, wie weit vorne im Ärmel das Pad platziert ist, stört es mehr. Dann kratzt man ab und an mit dem oberen Innenarm am Rand des Pads entlang, was unangenehm ist und einen ständig an die Anwesenheit des kleinen Helfers erinnert. Ob man was spürt oder nicht, hängt aber auch ganz stark von der Naht des Kleidungsstücks ab. Je nach Verarbeitung oder Schnitt ist die Naht unterm Arm weiter vorne – das ist schlecht für die Pads, die dann den Achselbereich nicht mehr vollständig abdecken können und vorne Richtung Brust und innerer Oberarm als störend empfunden werden können. Bei Aktivitäten wie Fahrrad fahren und Reifen aufpumpen stören sie dann aber bei richtigem Sitz überhaupt nicht und erfüllen L'axelle Achselpads in der Kleidung angebrachtweitestgehend ihre Aufgabe: Keine Schweißflecken in der Kleidung. Ohne Deo riecht man aber nach viel körperlicher Anstrengung trotz der Pads ein wenig nach Schweiß, auch wenn das anderen vielleicht gar nicht auffallen mag, so kann man bei genauem Hinriechen doch den verräterischen Geruch erschnuppern. Aber wie gesagt: Überhaupt nicht penetrant, sondern sehr gut vergleichbar mit normalem Deo bei gleicher Anstrengung – nur eben ohne Flecken.

Die Pads kann man – auch wenn sie nicht dafür ausgelegt sind – auch mal zwei Tage hintereinander benutzen, wenn man am ersten Tag nicht besonders stark geschwitzt hat, weil man vielleicht nur im Büro gesessen hat oder ähnliches.

Ich finde, mit den Pads kann man sich sehr sicher fühlen, wenn man z.B. wie ich momentan kein Deo benutzen darf oder wenn man häufig stark schwitzt und mit Schweißflecken oder Angstschweiß zu kämpfen hat. Die L’axelle Pads geben einem die nötige Sicherheit, darüber zu stehen, weil man weiß, dass nichts passieren kann, dass einem unangenehm werden könnte.  Ihre Fähigkeiten sind aber begrenzt, das sollte man immer im Hinterkopf behalten. Zu starken Schweißgeruch können sie nicht überdecken. Ich würde sie also trotzdem lieber in der Kombination mit Deo verwenden.

Macht man das und nutzt sie mit einem Antitranspirant – z.B. dem von L’axelle, den die Firma mir freundlicherweise mitgeschickt hat -, dann riecht man tatsächlich überhaupt gar nichts mehr. Das ist natürlich super und hilft dann wahrscheinlich in erster Linie den Menschen, die dennoch Probleme mit Schweißflecken haben. Denn gegen den Schweißgeruch würde auch Antitranspirant alleine helfen ;)

Bei hellen oder dünnen Oberteilen scheinen die Pads allerdings je nach Lichteinfall durch. Gerade weiße Kleidung ist da extrem anfällig. Natürlich müsste man dafür die Arme heben und im richtigen Licht stehen, damit jemand die kleinen Helfer sofort entdecken könnte. Dennoch hatte ich am Anfang Angst, dass jemand was sehen könnte. Das war aber gar nicht Fall und da man ja die meiste Zeit nicht mit vom Körper fortgestreckten Armen herumläuft, ist die Gefahr ja doch recht gering. Und selbst wenn – es gibt gute Argumente für die Verwendung der Pads!

L'axelle Achselpads in weiten OberteilenAllerdings gilt das nur für eng anliegende Oberteile. Weite Pullis oder Shirts, bei denen die Naht nicht nah an der Achsel verläuft, sind für die Anwendung leider gar nicht geeignet. Sie sitzen dann nämlich nicht an der richtigen Stelle, stören und sind unbequem. Und bei kurzärmeligen Klamotten wird es auch schwierig. Je nach dem, wie stark die Ärmel überschnitten sind, passen die Pads nicht mehr rein. Sie würden rausragen oder man müsste sie abschneiden, damit man sie noch verwenden kann. Das finde ich ein bisschen schade und auch ein bisschen schlecht durchdacht, schließlich schwitzt man, wenn es draußen warm ist und man kurzärmelige Sachen an hat, mindestens so viel wie in langärmeligen Sachen in beheizten Räumen.

Beim ersten Rausnehmen sind die Pads an den Knicklinien gerissen und ich musste sie in Einzelteilen aus dem Oberteil herauspulen. Das war ärgerlich und doofes Gefummel und der Kleber klebt im Übrigen auch ganz toll an lackierten Fingernägeln fest. Dem Kleidungsstück hat es nicht geschadet. Jedenfalls hat mir dieses Ereignis die Arbeit abgenommen, die Pads aufzuschneiden. Denn ich wollte mich selbst von dem saugstarken Kern überzeugen und ihn mir genauer ansehen. Leider kann man ihn nicht identifizieren.

Leider ist das mit dem Aufreißen noch einige weitere Male passiert – eigentlich bei fast jeder Anwendung.  Das finde ich nicht ganz so toll, weil ich mich natürlich auch frage, ob der Kleber nicht vielleicht doch ein wenig zu stark oder aggressiv gegenüber der Kleidung ist. Auch wenn man an meinen Oberteilen keine Veränderungen feststellen kann, so hätte ich den angeblich integrierten Wäscheschutz lieber stärker wahrgenommen.

Auch die Vlies-Seite bietet noch Verbesserungsbedarf. Vor allem bei meiner zuletzt gereizten Haut hätte ich mir eine weichere Oberfläche gewünscht, die die Haut nicht noch zusätzlich traktiert. Aber natürlich ist das auch ein Sonderfall. Dass man als Hersteller von normaler, gesunder Haut ausgeht, ist ja verständlich.

Zu kaufen gibt es die Pads im Onlineshop von L’axelle oder bei dm. Eine Packung beinhaltet 30 Pads für 15 Anwendungen (man hat ja schließlich zwei Arme) zu einem stolzen Preis von 9,49€. Außerdem gibt es sie in den Größen M und L für unterschiedlich große Achseln.  Ich habe in Größe M getestet, hier die Daten dazu: ultradünn (<1mm), 75 mm breit und 109 mm lang.

Fazit:

Im Großen und Ganzen finde ich, dass die L’axelle Achselpads eine wirklich tolle Erfindung sind! Sie geben Sicherheit und helfen v.a. Menschen, die stark unter ihren Schweißflecken leiden oder sich wie ich in blöden Situation (wie bei mir: Deo-Verbot) befinden. Für den alltäglichen und andauernden Gebrauch finde ich sie noch nicht optimiert, da sie dann doch noch zu viele kleine Störungen aufweisen. Wenn man die aber verbessern könnte, sind die Pads wirklich eine super Sache!

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