Rebecca Martin: Und alle so yeah

Perspektivlosigkeit par excellence

„Und alle so yeah“ erzählt die Geschichte einer jungen Frau, die nach dem großen Erfolg, der sie noch vor dem Abitur eingeholt und überrollt hat, an der Vielzahl von möglichen Zukunftsvisionen zerbricht. Etwas erschreckend und verstörend und unter viel zu großem Alkoholeinfluss beschreibt die Hauptfigur, wie es ihr geht, gefangen zwischen Perspektivlosigkeit und den daraus resultierenden psychosomatischen Folgen.

Ehrlich und schonungslos zeigt dieses Buch auf, wie unsere Gesellschaft mit all ihren Möglichkeiten junge Menschen überfordert. Man muss nicht alles machen, was man kann, das sollte man daraus mitnehmen. Man sollte sich aber auch nicht so gehen lassen wie die Hauptfigur es tut. Sie zeigt zu deutlich und auch ein wenig überzeichnet, was mit Menschen passieren kann, die nicht wissen, was sie mit sich anstellen sollen. Es ist traurig und abstoßend zugleich.

Vielleicht nicht unbedingt empfehlenswert für alle, die nach dem Abitur nicht wissen, wo sie hinwollen – es besteht Versumpfungsgefahr. Für alle anderen: Wer sich zu alt fühlt, sich in die Ängste einer 19jährigen hineinzufühlen – ebenfalls Finger weg, da kommen dann Rezis raus, wie sie bei amazon bereits zu lesen sind. Für alle anderen: Kurzweilige Literatur, die durch ihren eindringlichen, weil schnörkellosen Schreibstil kurzzeitig zum Nachdenken anregt, ohne bedrückend zu sein.
4 Sterne.

Hier geht’s zum Buch.

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