Kammtest und Kopfmassage: EverRich #2

everrich kammtestWie ihr wisst (oder hier nachlesen könnt), teste ich ja gerade das  L´Oréal Hair Expertise EverRich Nährpflege und Reparatur Shampoo für trnd. Zum Testen bekommt man dabei immer eine ganze Menge Informationen an die Hand. So empfiehlt der Projektfahrplan unter anderem den Kammtest, um festzustellen, ob und wie stark das Haar bereits geschädigt ist.

Das ist ganz einfach und geht so: Ihr braucht einen gezinkten Kamm – ihr wisst schon, die, mit denen sich nur Männer die Haare kämmen und die zur Hälfte grob und zur Hälfte fein gezinkt sind. Oder zwei unterschiedlich gezinkte Kämme. Das geht natürlich auch.

Dann kämmt ihr euch mit der fein gezinkten Seite das Haar. Wenn der Kamm dabei im Haar hängen bleibt oder verhakt, ist das ein gutes Zeichen für erste Schädigungen. Bleibt auch die grob gezinkte Seite hängen, ist das Haar wahrscheinlich sehr stark beansprucht und schon stärker geschädigt. Wenn zusätzlich auch noch abgebrochene Haare im Kamm zu finden sind, bedeutet das, dass das Haar nicht besonders stabil ist.

Woran liegt das eigentlich? Ich könnte euch jetzt hier die Erklärung aus dem Projektfahrplan abschreiben, aber dank meiner Kosmetik-Vorlesung im letzten Semester bin ich ja jetzt selber bestens informiert. Es ist nämlich so, dass jedes Haar von einer Schicht namens Cuticula ummantelt wird. Diese Schicht besteht aus übereinander liegenden Schuppen. Ist das Haar geschädigt, liegen die Schuppen nicht mehr glatt übereinander, sondern stehen wild ab, was dazu führt, dass das Haar weniger geschmeidig und stumpf wird. An diesen herausstehenden Schuppen bleibt auch der Kamm hängen.  So einfach ist das.

Allerdings muss ich sagen, dass das bei mir irgendwie nicht so richtig funktioniert. Denn der fein gezinkte Teil geht besser durch die Haare durch als der grob gezinkte. Dabei müsste es doch anders rum sein. Und außerdem müssten meine Haare vom Blondieren so geschädigt sein, dass der Kamm das merkt. Aber nun gut. Ich weiß ja auch ohne den Kammtest, dass meine Haare besondere Pflege brauchen.

Was ist mit euch? Habt ihr den Kammtest schon gemacht? Wäre EverRich was für euch?

Die Katzi hat irgendwie gesünderes Haar als ich. Vielleicht sollte ich über eine Ernährungsumstellung nachdenken...

Die Katzi hat irgendwie gesünderes Haar als ich. Vielleicht sollte ich über eine Ernährungsumstellung nachdenken…

Außerdem wird empfohlen, das EverRich Shampoo richtig schön einzumassieren, wenn man es benutzt und mit dem Haarewaschen gleich noch eine wohltuende Kopfmassage zu verbinden. Eine Anleitung dazu gibt es ebenfalls im Projektfahrplan und für Interessierte schreibe ich die gerne mal hier auf. Ich habe sie jedenfalls ausprobiert, als ich unter der Dusche stand, und muss sagen, dass ich ein sehr gespaltenes Verhältnis zu der Kopfmassage habe. Einerseits finde ich sie gut und das, was ich da gemacht habe, war auch wirklich irgendwie angenehm. Aber andererseits dauert mir das viel zu lange. Ich will dann nicht minutenlang nass unter der Dusche stehen und außerdem will ich auch fürs Haare waschen gar nicht so lange brauchen – ganz abgesehen davon, dass ich dazu auch gar nicht immer die Zeit habe. Das kann man also mal am Wochenende machen. Noch besser wäre es natürlich, wenn man die Massage machen ließe und sich selbst wirklich komplett entspannen könnte. Für mich ist das irgendwie nichts. Dazu kommt, dass man Präparate wie Shampoos auch gar nicht so lange im Haar lassen soll. Schließlich sind die meistens sehr hoch konzentriert mit allen möglichen reinigenden Stoffen. Und auch wenn EverRich damit wirbt, besonders mild zu sein und andere Tenside zu nutzen, bin ich nicht der Fan davon, meine Kopfhaut diesen Produkten zu lange auszusetzen.

Ich habe außerdem mal nachgesehen auf der Liste der Inhaltsstoffe und mir die Tenside angeguckt. Wirklich andere als in anderen Shampoos sind das auch nicht. Die sulfathaltigen wurden eben nicht verwendet. Aber Stoffe wie Cocoamidopropyl Betain oder PEGs sind trotzdem drin. Die sind jetzt nicht schlimm, aber ich finde es immer etwas fadenscheinig, damit zu werben, wie anders ein Produkt doch ist, wenn doch eigentlich klar sein sollte, dass  – in diesem Fall  – Tenside nun mal in reinigende Präparate reingehören, ob man nun will oder nicht.

Was haltet ihr denn von Kopfmassagen mit Shampoo? Wäre das nicht mit ner Spülung eher angebracht?

Und achtet ihr auf sulfatfreie Pflege? Nicht zu verwechseln mit silikonfreier Pflege, bitte ;)

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5 Antworten zu Kammtest und Kopfmassage: EverRich #2

  1. sarahsuperwoman schreibt:

    Also ganz selten mach ich mal eine Kopfmassage, da ich meist gar keine Lust dazu habe und zweitens meine Haare dadurch irgendwie tierisch verknoten. Dazu kommt noch, dass ich immer danach das Gefühl habe, das meine Haare viel schneller fettig werden. Ja, deswegen lass ich das meistens auch :) Zu viele Produkte zu benutzen mag ich auch nicht so.
    Ich achte schon sehr darauf, dass da keine Silikone enthalten sind, aber ich weiß halt selbst nicht was Sulfat mit meinen Haaren macht.
    Das mit dem Kamm werde ich auf jeden Fall mal ausprobieren! :D
    Liebe Grüße,
    Sarah

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    • Julia schreibt:

      Hallo Sarah,
      ich verstehe, was du meinst ;) Zu viele verschiedene Produkte beschweren das Haar ja auch und dadurch sieht es dann ja auch oft schneller fettig aus. Das mit dem Verknoten ist jetzt nicht so mein Problem – dafür sind meine Haare viel zu kurz hihi.

      Ich glaube, Sulfat hat eigentlich keinen besonderen Einfluss auf die Haare. In vielen und v.a. auch in den am häufigsten in Europa verwendeten Tensiden, also Reinigungsstoffen, in Seifen, Shampoos, Waschmitteln etc. sind Sulfatgruppen enthalten. Sie sind durch die Kosmetik-Verordnung zugelassen und daher ungefährlich für den menschlichen Körper. Natürlich gibt es immer Menschen, die empfindlicher reagieren, aber das kann sich auf alles beziehen – Benzoate (Konservierungsstoffe), Hydroperoxide aus Duftstoffen, oder eben auf die Sulfate. Ich verstehe daher die besondere Auslobung bei diesem Produkt gar nicht. Vielleicht kann mich da ja jemand aufklären ^^

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  2. Pingback: Kurzreview: L’ORÉAL Ever Rich Nährpflege-System ohne Sulfate | Goldmädchens Farben

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