YOUCOOK Bangkok Thai Curry

Wuhuuuu! Ich habe gewonnen! Und zwar zwei Kochkits von YOUCOOK.youcook1YOUCOOK ist eine supertolle Idee und ich erzähle euch jetzt mal, warum.

Kennengelernt habe ich es letztes Jahr im April, da startete das kleine Unternehmen gerade seinen Feldzug durch EDEKA-Märkte am Niederrhein. Sofort habe ich mich durch die drei damals erhältlichen Sorten probiert, nämlich Bali Nasi Goreng, Grünes Thai Curry und ein Nudelgericht, das es anscheinend nicht mehr gibt.

Und was genau hat es jetzt mit YOUCOOK auf sich? Im Grunde handelt es sich um Convenience-Produkte, das sind Produkte, die praktisch schon verzehrsfähig sind. Oder zumindest schon so weit vorbearbeitet, dass die Zubereitung zu Hause nicht mehr viel Zeit und Arbeit in Anspruch nimmt. Convenience ist ein hübsches Wort für Fertiggerichte und Fix-Mischungen aller Art. Eine Tüte mit Milchreis zum In-heiße-Milch-einrühren ist Convenience, eine Tiefkühlpizza ist Convenience, ein Maggi-fix-Beutel ist Convenience.youcook2Für die Gerichte, die YOUCOOK in Kühltheken großer Supermärkte für 5 Euro pro Portion anbietet, bedeutet das: Alles ist vorportioniert und in diesen Portionen verpackt – der Reis, das Gemüse, Tofu, sogar Zucker, Kokosmilch, Sojasauce und Öl zum Anbraten kommen in kleinen Plastikbeutelchen in der richtigen Menge daher. Die Anleitung zur Zubereitung ist auf der Verpackung kurz und bündig in Schrift und Bild abgedruckt und das vollwertige Essen ist innerhalb weniger Minuten fertig. Und schmeckt!youcook anleitungMittlerweile hat der vegane Trend auch die Convenience-Industrie spürbar erreicht. Soll heißen: YOUCOOK bietet jetzt auch ein veganes Gericht, das Bangkok Thai Curry, an. Und genau dieses habe ich bei einer Verlosung von Deutschland is(s)t vegan gewonnen. Und damit ich nicht alleine essen muss, habe ich gleich zwei Portionen gewonnen. Wie nett!

Also haben Herr Fuchs und ich das Neueste aus dem Hause YOUCOOK probiert und für gut befunden. Die Gerichte sind sowieso alle sehr lecker. Sie schmecken in der Regel ohne Nachwürzen. Nur beim Tofu im Bangkok Thai Curry hätte ich mir mehr Würze gewünscht. Da hat was gefehlt. An Schärfe hingegen mangelte es nicht. Die Currypaste war wirklich der Knaller!youcook bangkok thai curryPrinzipiell – ihr merkt es – bin ich dieser Art von Convenience überhaupt nicht abgeneigt. Wenn man mal wenig Zeit zum Kochen hat und trotzdem nicht auf fettigen Buden-Fraß oder ungesundes Fast-Food zurückgreifen will, bietet YOUCOOK die Möglichkeit, sich trotz Zeitmangel gesund und ausgewogen zu ernähren. Das macht Spaß. Auch die Zubereitung ist so idiotensicher, dass selbst ungeübte Köche Erfolgserlebnisse haben werden. Und wer sich nicht traut, kann auch immer noch alles in die Mikrowelle packen, da wird es auch warm, fühlt sich aber eben nicht nach selber kochen an ;)

Außerdem ist alles frisch. Die Kochkits halten auch nur drei oder vier Tage – machmal hat man Glück und kann die Kits, die am selben Tag noch ablaufen, für den halben Preis bekommen ;)

youcook müllMeine Kritik: Wie schon gesagt, empfinde ich ein Gericht für eine Person, das ich noch selber kochen muss, mit 5 Euro eher als teuer. Wenn ich mit selbst eingekauften Zutaten koche, komme ich sogar für zwei Personen günstiger weg. Und – und das ist eigentlich schlimmer als der Preis, den man durchaus mal in Kauf nehmen kann – es fällt extrem (!) viel Verpackungsmüll an. Das finde ich sehr schade und ich hoffe, dass sich YOUCOOK da vielleicht noch etwas einfallen lässt. Bestimmt ist denen das auch klar und sie arbeiten fieberhaft daran, aber fällt euch jetzt so auf die Schnelle eine brauchbare Alternative ein? Mir nicht.youcook3Also, abschließendes Urteil: Lecker, macht nicht nur satt, sondern auch Spaß –  Fast-Fertig-Essen mit gutem Gewissen!

Dieser Beitrag wurde unter Food abgelegt und mit , , , , , , , , , , , , , , , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

20 Antworten zu YOUCOOK Bangkok Thai Curry

  1. Tabet schreibt:

    Hey,
    toller Post. Davon habe ich bis jetzt noch nichts gehört. Doch für fünf Euro ist mir das etwas zu teuer. Da greife ich lieber auf einen Asia Wok Imbiss meines Vertrauens zurück. ;)
    Lg
    Tabea

    Gefällt mir

  2. rotkehlchen schreibt:

    Die brauchbarste Alternative ist, selbst zum Kochlöffel zu greifen :D Weniger Müll, billiger, leckerer… also ich kenne das alles aus England und es ist wirklich SEHR zeitsparend, aber will ich das wirklich? Ich glaube nicht… muss jeder für sich entscheiden :)

    Gefällt mir

    • Julia schreibt:

      Da hast du wirklich Recht! Selber kochen ist eigentlich immer am besten – vorausgesetzt, man kann es ;) Andererseits muss ich wirklich sagen, dass die YOUCOOK-Gerichte wirklich lecker sind ;) Und was ich auch gut finde: Sie bieten eine tolle Inspiration zum selber Nachkochen!

      Gefällt mir

  3. 52teller schreibt:

    Danke für den Test, hatte die auch schon immer im Supermarkt gesehen und überlegt, ob ich mal zuschlagen soll. Aber der Preis überzeugt mich immer noch nicht ganz.

    Gefällt mir

  4. giftmischerin86 schreibt:

    Boah, Preis und Abfall ist schon krass, oder? hm… ansonsten ne witzige Idee, aber ich glaub ich koch dann doch lieber komplett frisch und selber (klar wenns schnell gehen muss kann man auch mal was fertiges aufpimpen) ich denke auch ein schnelles, einfaches frisches Essen kann man in wenigen Minuten auch ohne vorgeschnittenes Gemüse machen? weis nicht… aber ausprobieren würd ichs auch mal, wenn ichs zugeschickt bekommen würde :-)
    Liebe Grüße

    Gefällt mir

    • Julia schreibt:

      Ja, Claudi, wie gesagt, das sind ja auch genau meine Kritikpunkte ;) Schön an den abgepackten Sachen ist vielleicht noch, dass man weniger Lebensmittelmüll hat. Aber ob sich das in Relation zum Plastikmüll rechnet? Da bin ich nicht sicher.
      LG =)

      Gefällt mir

      • giftmischerin86 schreibt:

        Lebensmittelmüll? Ich hab kaum Lebensmittelmüll. Davon abgesehen entsteht der Biomüll dann ja nur in der Fabrik und nicht bei einem zuhause, ist somit gleich.
        LG :-D

        Gefällt mir

      • Julia schreibt:

        Nein, ich meine nicht den unvermeidbaren Lebensmittelmüll wie Schalen etc., sondern Essensreste, die weggeworfen werden. Laut Studien werfen v.a. Menschen, die alleine wohnen, mehr weg, weil sie ihr Essen nicht mit jemandem teilen können und für sich allein zu viel zubereitet haben. Ich selbst habe auch nicht viel vermeidbaren Lebensmittelmüll (=Lebensmittelverschwendung), aber abgepackte Portionsgrößen können dabei helfen, diesen zu verhindern. Und da die Gerichte von YOUCOOK immer eine Portion darstellen, kann das durchaus klappen. Aber das ist nur meine Sicht als Lebensmittelwissenschaftlerin. Das kann ich nicht abschalten ;)

        Gefällt mir

      • giftmischerin86 schreibt:

        Ich weis nicht wie das bei anderen ist, ich bin zwar Single aber werfe so gut wie nichts weg, zur Not wird eingefrohren, aber wegwerfen mag ich nicht.
        Wow, Lebensmittelwissenschaftlerin, hast du das studiert?

        Gefällt mir

      • Julia schreibt:

        Das ist doch gut, wenn du kein Essen wegwirfst! Wobei wir herausgefunden haben, dass das Wegwerfen von Lebensmitteln ein zufälliges, unterbewusstes Verhalten ist, das viele Menschen an sich nicht wahrnehmen. Viele schätzen ihre Lebensmittelverschwendung geringer ein als sie tatsächlich ist. Seit ich mich mit dem Thema beschäftige, fällt mir auch erst auf, dass ab und zu doch schmerzlich was in der Tonne landet.
        Ja, ich Oecotrophologie studiert und mach jetzt grad nen Master in Lebensmitteltechnologie ;)

        Gefällt mir

      • giftmischerin86 schreibt:

        das ist ein interessantes Thema :-) Ich achte da wirklich sehr drauf und bin auch so erzogen worden, das müsst mir erstmal jemand zeigen was ich da so vieles wegwerfe.

        Gefällt mir

      • Julia schreibt:

        Klar, gibt immer Ausnahmen ;) Es ist auf jeden Fall interessant und wichtig, sich damit zu beschäftigen. Ich kaufe extra krumme Gurken, damit die auch eine Chance bekommen ^^

        Gefällt mir

      • giftmischerin86 schreibt:

        haha… das ist süß, ich hab gestern tatsächlich auch krumme gekauft fällt mir grade ein :-) ist doch wichtiger das sie schön knackig sind ^^ (witzig, meine Haustiere hab ich immer im Tierheim geholt und da hab ichs genauso gemacht, hab immer die genommen die niemand wollte (alt, wenig Fell etc…) damit dies auch gut haben :-) (ein Kumpel meinte neulich nur: solange du das bei den Männern nicht auch so machst) :-P ^^

        Gefällt mir

      • Julia schreibt:

        hahahahaha! sehr schön! Da hat dein Kumpel nicht ganz unrecht ;)

        Gefällt mir

      • giftmischerin86 schreibt:

        da hät ich ja dann genug Auswahl :-P und wär nich sooo lange single :-)

        Gefällt mir

      • Felix schreibt:

        Für eine Lebensmittelwissenschaftlerin hast Du aber einen bemerkenswert übersichtlichen Horzont. Das Zeug ist so teuer weil (wegen der kurzen Haltbarkeit) ein großer Teil davon fix und fertig verpackt im Supermarkt-Müllcontainer landen. Und das ist genau der Ort wo ich es her habe…

        Gefällt mir

      • Julia schreibt:

        Hallo Felix,
        ehrlich gesagt weiß ich nicht, woher du diese Behauptung nimmst – abgesehen davon, dass Horzont kein Wort ist, das mir bekannt wäre. Aber das liegt vielleicht an meinem beschränkten Horizont. Wer weiß.
        Ich habe in dem Artikel mit keinem Wort erwähnt, dass ich nicht wüsste, wie sich der Preis zusammensetzt oder warum er so hoch ist. Ich habe ihn lediglich als zu teuer kritisiert.
        Dass da natürlich die geplante Lebensmittelverschwendung miteingerechnet ist, ist ein trauriger Fakt, dessen ich mir durchaus bewusst bin.

        Und außerdem scheint es dich ja zu freuen, dass du von dem Müll der Supermärkte leben kannst. Als Alternative zum (illegalen) Containern, nach dem das für mich klingt, möchte ich dir das legale Lebensmittelretten ans Herz legen. Da kannst du auf angenehme Weise andere Menschen auf ihr Fehlverhalten, ihre Verschwendungssucht und unser krankendes System aufmerksam machen, ohne anonym Menschen im Internet beleidigen zu müssen.

        Viele Grüße
        Julia

        Gefällt mir

  5. Felix schreibt:

    Julia am 17.07.2013: „Schön an den abgepackten Sachen ist vielleicht noch, dass man weniger Lebensmittelmüll hat.“

    Julia am 27.08.2014: „Dass da natürlich die geplante Lebensmittelverschwendung miteingerechnet ist, ist ein trauriger Fakt, dessen ich mir durchaus bewusst bin.“

    Also sind schnell verderblich Minipackungen jetzt was Gutes oder was Böses? Ich blick nicht mehr ganz durch. Habe ich vielleicht nicht deutlich genug formuliert, aber das war die Aussage die ich kritisieren wollte.

    Apropos Kritik: Mutig, mutig auf Tippfehlern rumzureiten wenn ich mir deine Artikel so ansehe…

    Gefällt mir

    • Julia schreibt:

      Hallo Felix,
      vielleicht hättest du dann deutlich machen sollen, dass du dich auf einen Kommentar von mir und nicht auf den Artikel beziehst.
      Jedenfalls ist das, was du hier machst, Erbsenzählerei. Vielleicht willst du auch besonders klug wirken, indem du auf zwei Aussagen rumhackst, die ganz offensichtlich zwei verschiedene Aspekte beleuchten. Und außerdem kann man nicht die Verpackung für die Lebensmittelverschwendung verantwortlich machen.

      Auf der einen Seite ist da der Verbraucher. Viele Haushalte haben das Problem, mehr zu kaufen als verbraucht werden kann. Oder sie haben Mahlzeiten-Reste, von denen sie nicht wissen, wie sie weiterverwendet werden sollen. Hier sind also kleinere Verpackungen gut, da kein angebrochenes Produkt zurückbleibt, das dann unnötigerweise in der Tonne landet.

      Auf der anderen Seite ist da der Handel. Und der kalkuliert in die Preise mit ein, dass er nicht alle Waren absetzen kann. Diese Überkalkulation beinhaltet aber auch geplante Verschwendung. Dazu habe ich ja im vorherigen Kommentar schon was geschrieben. Dass da kleinere Verpackungen verhältnismäßig teurer sind, ist auch kein Geheimnis. Vor diesem Hintergrund sind kleinere Verpackungen nicht wünschenswert.

      Allerdings wird sich auch aufgrund schrumpfender Haushaltsgrößen das Angebot wohl dahin entwickeln, dass die Verpackungen kleiner werden. Jetzt meine Frage an dich: Was genau möchtest du eigentlich? Soll ich jetzt eine Stellung beziehen zu Verpackungsgrößen?

      Julia

      Gefällt mir

    • draecus schreibt:

      Diese Aussagen solltest du vielleicht auch differenziert betrachten.

      Erste Aussage bezieht sich, imo, auf den Lebensmittelmüll der u.a. Zuhause anfällt. Sprich: es wird nicht alles, was für ein Essen gekauft wurde, verbraucht, bleibt liegen und im schlimmsten Fall wird es weggeworfen.

      Dass Unternehmen in ihre Kalkulation beim Verkauf immer auch mit einrechnen, dass nicht alles abgesetzt werden kann und somit weggeworfen wird, ist, wie schon gesagt, ein trauriger Fakt, an dem noch angesetzt wird.

      Diese Tatsachen aber der Betreiberin als mangelnden Horizont vorzuwerfen, ist nicht gerade die feine Art. Man kann alles freundlich formulieren ohne pampig zu werden ;) .

      Gefällt mir

Schreibe einen Kommentar

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s