Fastenzeit: Ein Update

Vor vier Wochen sagten Bine und ich dem Zucker den Kampf an und bestärkten uns gegenseitig auf twitter in unserer #schokikampfansage. Mehr als die Hälfte der Fastenzeit ist rum. Wie es mir bisher mit meinen Vorsätzen (die ihr auch noch mal hier nachlesen könnt), auf Fleisch, Wurst und – am wichtigsten – Süßigkeiten zu verzichten, geht, erfahrt ihr hier. Lest nun meine – mehr oder weniger – täglichen Notizen zu meinem Befinden. Besonders lustig sind sie so direkt hintereinander, wie ihr bei Tag 22 feststellen werdet ;)fastenzeit-schokikampfansage

Tag 1 ohne Süßkram: Gut gefrühstückt, fettig zu Abend gegessen. Kein Bedürfnis.

Tag 2 ohne Süßkram: Das böse Nachmittagsloch um 3. Eine Banane gilt nicht als Süßigkeit.
Abends noch ne Tasse Kakao statt Schokolade.

Tag 3 ohne Süßkram: Zwei Nutella-Brote als Rettung. Ich sollte vielleicht lieber Zucker fasten als Süßkram, sonst bescheiße ich mich die ganze Zeit selber. Oder? Brioche mit Nutella um 23 Uhr ist keine Lösung!

Tag 4: Frozen Joghurt – schon gesündigt, denn Yogurette als Topping ist auch Schokolade. Shame on me!

Tag 5: Kakao als letzte Rettung.

Tag 7: Ich denke schon, dass ich mich irgendwie selbst bescheiße mit den vielen Nutella-Broten und dem guten Meinl-Kakao. Ich hole mir die Kalorien einfach woanders her, denn Hunger habe ich nicht. Nur Heißhunger – manchmal. V.a. bei der Arbeit nach 4-5 Stunden, oder nach dem Abendessen.

Tag 10: Eine kleine Salami-Sünde bei Mama. Ich stelle fest, es ist leichter, auf etwas zu verzichten, das man nicht im Haus hat.

Tag 11: Ein bisschen Schoki am Nachmittag beim blogst Barcamp, aber weniger als früher. Dafür abends voll Heißhunger auf Tortilla-Chips. Außerdem beim Mittagessen gesündigt – unbewusst: Kartoffelsalat mit Würstchen. Möp.

Tag 13: Einen Mir-geht-es-heute-nicht-so-gut-Burger verdrückt. Jetzt geht es mir nicht besser.

Tag 14: Offensichtlich esse ich Süßes tatsächlich nur aus Langeweile. Es geht auch ohne. Wenn auch nicht ohne süßes Frühstück und süße Aufstriche. Ich hätte es mir dennoch deutlich schlimmer vorgestellt!
Dass ich gestern so Fleischhunger hatte, überrascht mich selbst ein wenig. Offensichtlich kann ich für meine Gesundheit besser mehr Sport machen als auf bestimmte Dinge zu verzichten.

Tag 18: Ok, zugegeben, Chili con Carne ist kein fleischfreies Gericht. Und Milka ist Schokolade. Aber ich bin krank und will ich nicht auch noch bestrafen.
Fastenzeit als Richtlinie, keine Gesetze.
Auf Schokolade werde ich in Zukunft trotzdem leichter verzichten können, indem ich weniger kaufe.

Tag 22: Ich will Schokolade!
Ich will Schokolade!
Ich will Schokolade!
ICH. WILL. SCHOKOLADE!!!

Tag 25: dm-Marken Academy Beauty. Absoluter Ausnahmezustand. Mit Fleisch und Donuts. War so geplant!

Noch zweieinhalb Wochen. Danach sollte sich aber eigentlich wenig ändern. Ich möchte weiterhin weniger Süßigkeiten essen. Ich denke, das werde ich hinbekommen. Die Gewöhnung, die Serie abends auf dem Sofa ohne Toffifee und Co. anzusehen, setzt schon ein – mal besser, mal schlechter. Und vielleicht schaffe ich es ja auch irgendwann, weniger süße Aufstriche als Kompensation zu vernaschen. Auf jeden Fall bestätigen mich meine Erfahrungen in dem, was ich immer schon gesagt habe: Ich stehe nicht auf Einschränkungen, denn die machen unzufrieden. Alles in Maßen, das ist die Devise. Und ich finde sehr gut, wie viel weniger Schokolade ich in den letzten vier Wochen gegessen habe.

Wie sieht es bei euch aus? Fastet ihr? Oder habt ihr mittlerweile aufgegeben? Wie sind eure Erfahrungen? Erzählt es mir in den Kommentaren!Unterschrift1

Außerdem: Noch bis heute Abend eure Gewinnchance sichern, indem ihr mir euren ganz persönlichen Hamburg-Tipp dalasst! ;)

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10 Antworten zu Fastenzeit: Ein Update

  1. Carmen schreibt:

    Haha oh man das Leben eines Schokoholic, kenne ich nur zu gut! Ich mache allerdings seit Januar Diät und verbiete mir daher seitdem alles mit Schokolade und offensichtlichem Zucker, das heißt Brioche, Nutella und Kakao sind bei mir auch nicht drin :D Wenn man erst mal ganz auf Zucker verzichtet wird es auf jeden Fall einfacher! Solche „cravings“ habe ich fast gar nicht mehr und damit die auch nicht mehr zurückkommen gönne ich mir seit kurzem jeden Abend ein kleines StücK (10g) schwarze (min 85% Kakao) Schokolade. Das hilft eigentlich ganz gut!

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    • Julia schreibt:

      Oh krass, ganz auf Zucker zu verzichten! Ich weiß nicht, ob ich die Disziplin hätte! Außerdem müsste mein Freund dann mitziehen, damit ich nicht in Versuchung komme haha Das mit der dunklen Schokolade ist ja bekannt, da habe ich auch schon dran gedacht, bisher aber nicht umgesetzt, weil ich ja eigentlich komplett drauf verzichten wollte. Aber wenn das hilft, dafür auch den ganzen restlichen süßen Kram besser zu verzichten, sollte ich mir das noch mal überlegen ;) Die Challenge hört ja nach der Fastenzeit nicht auf, die war nur der Einstieg ;)

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      • Carmen schreibt:

        Ja mit Freund an der Seite ist das immer so eine Sache… Ich sitze dann mit einem Apfel neben seiner Pizza und leide xD Aber ich wünsche dir auf jeden Fall noch gutes Gelingen für dein Projekt :)

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  2. giftmischerin86 schreibt:

    hihi, ich glaube ich esse „normal“ weniger süßes und Schoko als du in der Fastenzeit :-) umso besser, muss ich schon nicht fasten :-D
    Ich habe einmal „richtig“ gefastet, also gar nichts gegessen, das war sehr gut und will ich auch nochmal machen.
    Liebe Grüße
    Claudia

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    • Julia schreibt:

      Liebe Claudia,
      jaaaa, es ist wirklich mein einziges Laster! Dieser böse Zucker! Ich habe auch die letzten Jahre nie gefastet, weil ich mich ganz gut kenne und was Essen betrifft einfach wenig Disziplin habe. Komplett auf Essen zu verzichten wäre daher eine Herausforderung, der ich mich ganz bestimmt nicht stelle, wenn ich drumherum so viel Kram hab wie jetzt. Vielleicht nach dem Studium XD
      Liebe Grüße

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      • giftmischerin86 schreibt:

        Ja, man braucht definitiv einen freien Kopf dafür. Aber ansonsten fällt es leichter als ich dachte, man hat nicht so ein extremes Hungergefühl, ich war davon echt überrascht.

        Grüßle

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  3. Lena Sophie schreibt:

    Meine Schwestern und ich fasten auch. Wir haben die letzten Jahre unsere Süchte auch ständig mit Nutella gestillt haben, aber diesmal wollten wir es richtig durchziehen. Also ohne Süß UND ohne Nutella ist wiiirklich schwer, aber so langsam lässt der Süß-Hunger nach. Freu mich schon so auf Ostern :D

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  4. Lisa schreibt:

    Oh Gott ich habe schon lange nicht mehr so einen süßen Post gelesen liebe Julia :D „Brioche mit Nutella um 23 Uhr ist keine Lösung!“ ohhhh doch, manchmal ist es sogar die einzige Lösung :) Nein Quatsch, ich finde die Idee absolut klasse und finde es supi, dass du es so lange durchziehst und dir auch ab und an schöne Dinge gönnst. Wie du schon sagst, man darf sich auch nicht bestrafen. Ich kann gar nicht sagen auf was ich eher verzichten könnte: Fleisch oder Süßkram ???? Herrje beides ist schlimm…. Ein gesundes Mittelmaß von allem scheint echt die beste Lösung zu sein. Die Gier nach einem salzigen Chip kann mich schon mal an den Rande des Wahnsinns bringen und das will ich lieber nicht bis zum Ende treiben – da gebe ich lieber der Versuchung nach. Ich drücke dir die Daumen für den Endspurt und freue mich auf eine Zusammenfassung :)

    Alles Liebe

    Lisa

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    • Julia schreibt:

      Danke, liebe Lisa! Das freut mich, dass du Spaß beim Lesen hattest =)
      Ich bin ja wirklich froh, dass es auch anderen so ergeht wie mir! Die nächsten zwei Wochen werde ich bestimmt gut meistern, und irgendwann – wer weiß – kann ich vielleicht wirklich noch besser auf Zucker verzichten und mir einfach ab und an gönnen ;)
      Viele liebe Grüße zurück

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