Hamburg – ein Wochenendtrip: Teil 1 – Sehen & Erleben

Wow, ich bin immer noch ganz begeistert von all euren Tipps und Empfehlungen, die ihr mir auf meine Frage, was man denn in Hamburg so machen kann und sollte, hinterlassen habt (hier). Danke! Ihr seid wirklich tolle Leser und ich hoffe, dass ihr auch in Zukunft nicht schreibfaul werdet und weiterhin euren Senf abgebt!hamburg-sehen-und-erleben-trip-teil1

Nun ist mein Hamburg-Wochenendtrip schon wieder vorbei. Und natürlich möchte ich euch nun an meinem Kurzurlaub teilhaben lassen.

Leider war es seeeehr verregnet, womit die Stadt am Wasser direkt mal das Klischee erfüllt hat. Mit nassen Schuhen und einem wieder aufkeimenden Husten, den ich eigentlich besiegt zu haben glaubte, endete mein erster Abend.

Völlig ausgehungert kamen wir Freitagnachmittag in Hamburg an. Wir hatten seit dem Frühstück nichts mehr gegessen und waren in einen Stau geraten, der unsere Zeitplanung auf den Kopf stellte.

Zum Thema Essen schreibe ich euch allerdings einen separaten Post, damit das nicht zu viel auf einmal wird ;)hamburg-speicherstadt-verregnet

Was wir am Freitag als erstes erledigten: Wir kauften uns die Hamburg Card für die öffentlichen Verkehrsmittel, damit wir schnell von A nach B fahren konnten, ohne uns jedes Mal Gedanken über eine Fahrkarte machen zu müssen. Es gibt leider keinen Studentenrabatt und für drei Tage kostet die Karte über 20 Euro. Wir haben daher, obwohl wir nur zu zweit waren, die Gruppenkarte für fünf Personen gekauft, die für die gleiche Zeit 39,90 Euro kostet. Dadurch spart man zu zweit schon sechs Euro. Merken!

Außerdem hat man mit der Hamburg Card noch einen Vorteil: Viele touristische Angebote gewähren Rabatte für Karteninhaber.

Das ist besonders praktisch, wenn man wie wir auf Attraktionen zurückgreifen muss, die drinnen stattfinden. Denn das Wetter war wirklich alles andere als einladend. Sorry, Hamburg, aber das war schon ein Stimmungsdrücker!

Dafür erlebten und sahen wir folgendes:

Das Chocoversum von Hachez

Der Schokoladenhimmel!

Im Chocoversum erlebt man den gesamten Herstellungsprozess von der rohen Kakaofrucht bis hin zur Tafel Schokolade. Und das tollste: An jeder Station darf man alles probieren! Ich habe zum ersten Mal eine rohe Kakaobohne inkl. Fruchtfleisch probiert und festgestellt, was ich theoretisch natürlich schon wusste: Das schmeckt weder nach Kakao, noch nach Schokolade. Weiter geht es dann über die getrockneten und gerösteten Bohnen, über mit Zucker gemischte Kakao-Masse bis hin zur frischen Schokoladenmasse aus der Conche. Herrlich und vor allem die letzten vier Stationen jedes Mal ein Genuss!hamburg-chocoversum-hachez-kakaobohnen

Zwischendrin gibt es auch noch ein kleines Schokoladenatelier, in dem jeder Besucher seine eigene Tafel Schokolade gießen und verzieren darf – mit drei Zutaten seiner Wahl. Meine Tafel habe ich dekoriert mit Tropfen aus weißer Schokolade, gerösteten Edelkakaobohnen und rosa Pfeffer, der eigentlich kein Pfeffer ist, aber trotzdem leicht scharf schmeckt.

Herr Fuchs hat ganz ähnliche Vorlieben und so entschied er sich fast genauso. Nur statt der weißen Schokolade wählte er Haselnusskrokant.

Die Tafeln werden dann gekühlt, während die Führung weitergeht. Zum Schluss darf jeder seine eigene Tafel schön verpacken und stolz nach Hause tragen.hamburg-chocoversum-hachez-eigene-tafel-schokolade

Hamburg Card Rabatt und Studentenrabatt. Dann aber immer noch 10,50 Euro. Dafür ist die eigens kreierte Tafel Schokolade dann auch mit drin. Und lecker ist die auch!

Das Hamburger Dungeon

Geschichte mal anders. Im Dungeon erlebt man dank großartiger Schauspieler und einer ausgeklügelten Show a la Freizeitpark die dunkelsten Stunden Hamburgs: Die Inquisition, die Pest, die Hinrichtung Störtebekers… Alles untermalt von ruckelnden Räumen, Nebel und Musik, die Gänsehaut beschert.hamburg-dungeon

Dank Hamburg-Card für 15 statt 23 Euro. Außerdem muss man damit rechnen, eine Stunde lang anzustehen. Für die gut eineinhalb Stunden, die dann folgen, lohnt sich das aber!

Unser Highlight: Der König der Löwen

Der Grund, warum wir überhaupt nach Hamburg gefahren sind. Darüber gibt es eigentlich auch nicht viel zu sagen, denn schließlich hat jeder schon vom Musical in Hamburg gehört. Die Musik ist wunderbar, die Kostüme großartig und vor allem die erste Hälfte des Musicals absolut mitreißend! Die zweite Hälfte hat meiner Meinung nach ein paar Schwächen, aber als wahrer Musical-Fan hat das meinen Genuss nicht geschmälert. Außerdem bin ich mit dem Film aufgewachsen und war daher sehr neugierig, inwieweit sich die Bühnenadaption davon unterscheidet. Ich verrate mal: Nicht viel ;)hamburg-musical-koenig-der-loewen-faehre-schiff

Mit einer Fähre, die für Musicalbesucher kostenlos ist, schippert man in wenigen Minuten zum Stage Theater, in dem man dann die nächsten drei Stunden lang geflashed wird.

Hübsche Mitbringsel: Oschätzchen

Von dem Laden hatte ich schon mal gelesen, wusste aber nicht, ob wir es schaffen würden, ihn auch aufzusuchen. Da der Freitag aber viel kürzer war als erwartet, warfen wir unsere Pläne über Bord und schlenderten durch die Innenstadt. Die ist ein bisschen verwinkelt und mehr durch Zufall fanden wir das Oschätzchen, in dem wir sehr herzlich behandelt wurden, als ich fragte, ob ich Fotos machen dürfte.

Der Laden ist aufgeräumt und detailreich. Die Produkte sind allesamt sehr ausgefallen und schreien alle „Kauf mich“ – aber auf diese sympathische, unwiderstehliche Art, sodass letztendlich ein unendlich leckerer Kakao mit Mini-Marshmallows in meiner Tasche landete. Und O.M.G. ist der lecker! Die kleinen Marshmallows sind in der Packung noch bestäubt vom Kakaopulver und deshalb braun, in der Milch zeigen sie dann aber ihr weißes und zuckersüßes Gesicht und machen meinen täglichen Kakaogenuss noch besser! Unbedingt probieren! hamburg-souvenirs-laden-oschätzchen

Außerdem: Man kann schön durch die Speicherstadt spazieren und Richtung Hafencity bummeln. Auf dem Weg kommt man an einer lustigen Installation vorbei, die ganz viele kleine Lautsprecher hat, und aus jedem tönt eine andere Melodie. Hinter manchen verbirgt sich auch ein Filmchen. Ist ganz lustig, macht aber mehr Spaß, wenn es nicht regnet.

Zum Shoppen eignen sich die vielen Passagen, die z.T. wirklich riesig sind. Und es ist immer wieder eine Überraschung, wo man dann hinterher raus kommt, wenn man einen anderen Ausgang als den Eingang nutzt – was eigentlich zwangsläufig passiert ;)

Kulinarisch geht es nächste Woche weiter, wenn ich euch meine persönlichen Food-Highlights vorstellen möchte.

Unterschrift1

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6 Antworten zu Hamburg – ein Wochenendtrip: Teil 1 – Sehen & Erleben

  1. Mira schreibt:

    Ich liebe Hamburg total, musste aber auch einmal nasse Füße und Regen ertragen :( Ich fahre im Juni nochmal hin und habe dann vielleicht Glück. Ich lag aber auch schonmal am Elbstrand in der Sonne, also Hamburg ist nicht wie London ;) Schöner Bericht!

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    • Julia schreibt:

      Hallo liebe Mira,
      vielleicht gebe ich Hamburg auch irgendwann noch mal eine Sommer-Chance ;) Schließlich schwärmen so viele von der Stadt – irgendwas muss da doch dran sein ;)
      Liebe Grüße

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  2. Carmen schreibt:

    Hey Julia,
    toller Bericht, Hamburg steht auch schon so lange auf meiner Wunschliste! Auf den Post mit den Essenstipps freu ich mich schon sehr ;)
    Was Maastricht betrifft so lohnt sich auf jeden Fall auch schon ein Tagestrip! Man findet sich dort sehr leicht zurecht und alles Wichtige liegt eigentlich zentral beisammen. So richtig Sightseeing habe ich da zugegebenermaßen noch nicht gemacht aber ich erinnere mich, dass wir früher oft morgens schon in die Stadt gefahren sind, shoppen waren, dann was gegessen haben, und mittags noch genug Zeit für einen langen Spaziergang hatten :) Und von Bonn ist es ja wirklich gar nicht weit dorthin, zumindest mit dem Auto. Maastricht lohnt sich meiner Meinung nach immer, selbst wenn es nur für ein paar Stunden sein sollte ;)
    xx

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    • Julia schreibt:

      Hallo liebe Carmen,
      freut mich sehr, dass das Regen-Wetter anscheinend nicht abschreckend ist. Leider sind die Fotos ja ein bisschen grau =( Aber dafür sind die Essenstipps umso besser, finde ich xD
      Danke noch mal für den Maastricht-Tipp, das muss ich mir merken und da mal einen schönen Samstag verbringen =)
      Viele liebe Grüße

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  3. lafripette schreibt:

    Ich wollte schon immer mal mach Hamburg und nach diesem Bericht noch mehr!!!

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