Fastenzeit: Ein Fazit

So, die Fastenzeit ist um. Ostern ist auch vorbei. Die große Fresserei ist vorüber. Und ich schulde euch noch ein Fazit zu meinen Erfahrungen, die ich während und kurz nach der Fastenzeit gemacht habe, in der ich mir vorgenommen hatte, auf Fleisch, Wurst und Süßigkeiten zu verzichten.fastenzeit-ende-fazit

Kaum war Ostern, bescherte meine Mama mir ein prall gefülltes Osternest – mit Schokohase und Krokant-Eiern (*love*). Das war toll, aber natürlich irgendwie auch total kontraproduktiv. Apropos Osternest – da hab ich auch noch was für euch (hier entlang!)

Es ist unfassbar, wie schwach ich werde, wenn die schokoladige Versuchung im Kühlschrank auf mich wartet. Wenn etwas da ist, MUSS ich es essen, was ich mir selbst mitunter nicht erklären kann, hat die Fastenzeit doch bewiesen, dass ich nicht abhängig bin. Zumindest nicht unrettbar. Schließlich habe ich bereits erkannt, dass ich a) aus Langeweile Süßkram esse und b) ich mich erfolgreich konditioniert habe, abends beim Serien Gucken zu naschen, obwohl das nicht nötig wäre. Naja, Einsicht ist der erste Weg zur Besserung, heißt es, also bin ich wohl auf dem richtigen Weg. Wenn ich meine Osterschokolade aufgegessen habe, dann werde ich einfach weiterhin keine kaufen und so versuchen, meinen Konsum auf ein Mindestmaß einzuschränken. Und ich sage bewusst nicht, dass ich komplett auf Schokolade verzichten werde. Wie wir bereits gesehen haben (besonders beeindruckend an Tag 22), ist das einfach unrealistisch.

Was irgendwie hilfreich war, weil ich a) nichts essen konnte und b) dann auch nichts mehr essen wollte, waren fünf Tage Bettruhe mit einem Eimer als ständigem Begleiter. Yay, die Magen-Darm-Grippe hatte zugeschlagen und mich völlig aus dem Leben katapultiert. Dementsprechend habe ich dann auch in recht wenig Zeit sichtbar abgenommen, dank Ostern aber auch fast alles wieder drauf.

Eine weitere Beobachtung: Seit die Fastenzeit vorbei ist, esse ich wieder häufiger Brote mit herzhaftem Aufstrich. Während der Fastenzeit habe ich aber meinen Drang, Zucker aufzunehmen, sehr geschickt dadurch kompensiert, ständig zu süßen Aufstrichen wie Honig und Marmelade (und Nutella, die am Ende allerdings aus war) zu greifen. Und so ein Wurstbrot kann echt lecker sein, womit wir beim zweiten Teil meiner Fasten-Challenge angekommen wären: Fleisch und Wurst. Ich hätte nicht gedacht, dass ich tatsächlich innerhalb der Fastenzeit so einen Fleischhunger erleben würde. Denn eigentlich leben wir eh eher als Flexitarier und daher manchmal sogar aus Versehen eine ganze Woche oder länger ohnehin vegetarisch, ohne das bewusst zu planen. Der Verzicht auf Fleisch und Wurst ist bei uns jedenfalls weniger bewusst als das bewusste Kaufen, da wir dafür extra zur Fleischtheke müssen, die der Supermarkt um die Ecke nicht besitzt. Jedenfalls ist mir aufgefallen, wie lecker ein saftiges Stück Fleisch sein kann, wenn man es so richtig genießt, weil es ein Ausnahmefall ist. Allerdings ändert das nichts an meiner weiteren Einstellung zum Verzehr von Fleisch: Wie ich bereits einmal sagte, bin ich eher ein Freund von „Alles in Maßen“ und das bezieht sich auch auf meinen Fleischkonsum.

Merke: Bewusst weniger kaufen hilft. Mir zumindest. Bewusst weniger konsumieren funktioniert für mich nur als Konsequenz daraus. Mich zu disziplinieren, wenn Leckeres verfügbar ist, fällt mir – wie erwartet – zu schwer und macht mir keinen Spaß.

Die Disziplin, die ich in anderen Bereichen meines Lebens aufbringen muss (Masterarbeit), möchte (Sport) und kann, reicht einfach nicht aus, um sie auch noch auf mein Essverhalten zu übertragen.

Wie ist das bei euch? Habt ihr dieses Jahr gefastet oder es versucht? Oder gar nicht erst damit angefangen, weil ich in den letzten Jahren schon nicht glücklich damit wart? Erzählt mir von euren Erfahrungen!Unterschrift1

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4 Antworten zu Fastenzeit: Ein Fazit

  1. lovelyolivblog schreibt:

    Liebe Julia, toller Erfahrungsbericht! Also ich habe gar nicht erst versucht, weilbei mir jegliche Fasteversuche bis dato scheiterten! An der selbstdisziplinierung! In anderen Lebensbereichen habe ich das drauf, aber nicht bei ESSEN!!! Nicht kaufen ist der einzige Weg!

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  2. Kathy schreibt:

    Ja, sehr interessanter Bericht, die Tagesaufzählung im Bericht davor hätte auch von mir sein können:D
    Bei mir hat es dieses Jahr nicht so recht geklappt, aber auch bei mir ist der beste Weg: Einfach nicht kaufen, sonst ruft es sogar noch aus dem Schrank heraus… :D

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