Welcome to Riga!

Zwei Wochen ist es her, dass ich in Riga war, der Kulturhauptstadt in diesem Jahr. Riga ist die Hauptstadt von Lettland und ein Kurztrip ins Baltikum lohnt sich wirklich!Riga-Altstadt-Ueberblick

Ziemlich spontan hatte ich einer Freundin etwa drei Wochen zuvor zugesagt, mit ihr zusammen hinzufliegen. Die Flüge waren dank Ryanair extrem günstig. Für nicht mal 50 € kamen wir hin und zurück. Die Suche nach einer Unterkunft gestaltete sich ebenfalls sehr leicht. Wir hatten keine hohen Ansprüche, aber ein eigenes Bad war uns wichtig. Und so entschieden wir uns für das Knights Court, etwa eine halbe Stunde vom Hauptbahnhof entfernt – zu Fuß, schlendernd.

riga-hotel-knights-courtZum Hauptbahnhof kommt man vom Flughafen mit dem Bus. Das dauert auch etwa eine halbe Stunde und kostet 60 Cent. Der Bus fährt viermal in der Stunde.

In Riga zahlt man pro Zimmer, nicht pro Person, sodass uns das Zweibettzimmer für vier Nächte noch mal etwa 90 € gekostet hat. Also war jeder mit nicht ganz 100 € dabei. Ein ziemlich günstiger Trip, wie ich finde.riga-eule-juliaIm Hotel gab es einen wirklich tollen Service für Gäste, die außerhalb der Rezeptionszeiten anreisen. Ein Safe, dessen Kombination wir zuvor per Mail erhalten hatten, hielt einen Umschlag mit unseren Namen bereit. In diesem fanden wir den Zimmerschlüssel und ein paar Informationen zum Check in am nächsten Tag, zu Frühstückszeiten und dem Wifi-Passwort :D

Für den Preis war das Zimmer sogar ziemlich sauber und das Frühstück war in Ordnung. Die Auswahl war nicht besonders groß: Toastbrot oder kleine harte Brötchen, Wurst, Käse, Butter, Gemüse, Marmelade, Tee oder Instant-Kaffee. Aber es war im Preis inbegriffen und man muss sich bei der Vielzahl an Restaurants in der Stadt auch nicht unbedingt im Hotel satt essen.

riga-hotel-knights-court-zimmerDafür sollte man aber auf jeden Fall im Hotel zur Toilette gehen. Denn die öffentlichen Toiletten in Riga sind alle sehr zum Nase rümpfen!

Vorbereitet haben wir uns übrigens mit einem kleinen Reiseführer von Reise Know-How. Der hatte viele gute Tipps parat, von denen wir viele für unseren Kurztrip berücksichtigt haben.

OLYMPUS DIGITAL CAMERAIn den folgenden Artikeln möchte ich euch also teilhaben lassen an meinen Erfahrungen, die ich in Riga gemacht habe. Es gibt viele tolle Bilder aus der Altstadt, der Neustadt und der sogenannten Moskauer Vorstadt. Außerdem gibt es mindestens genauso viele Bilder von leckerem Essen, inklusive Restaurant-Empfehlungen! Um alle Restaurants zu testen, bräuchte man Monate. Aber ich hoffe, ich kann euch eine ansprechende Auswahl bieten ;)

riga-cafe-kuze-torna-iela-pralinenInsgesamt sind die Letten eher zurückhaltend. Die Sprache – Lettisch –  ist unverständlich, es sei denn, man beherrscht eine der skandinavischen Sprachen. Dann kann man sich vielleicht was herleiten. Ansonsten ist auch vieles auf Englisch ausgeschildert oder auf Russisch. Da versteht man manchmal noch mehr als bei den lettischen Schildern. Manche Letten sprechen auch Deutsch.

riga-torna-iela-blumenAuf der Straße sind sie oft sehr hilfsbereit. Steht man verloren mit dem Stadtplan, den man ürbigens überall und in x Ausführungen für Touris bekommt, an einer Straßenecke, fragen sie direkt, ob sie dir den Weg erklären können. Im Restaurant oder im Supermarkt hingegen sind sie eher unfreundlich und sehr distanziert, sagen sehr wenig (an der Kassen nicht mal Hallo, Danke oder Tschüss) und wirken ein bisschen arrogant.

riga-blumenstand-frische-blumenIch hatte das Gefühl, mich schnell gut zurecht zu finden. Man hat relativ schnell raus, welche Straßen wo verlaufen und an welchen Gebäuden man sich orientieren kann. Man fühlt sich auch nicht so sehr, als wäre man im Ausland. Die Menschen sehen teilweise russischer aus, teilweise aber auch deutsch. Das hängt nicht zuletzt damit zusammen, dass nur sehr wenige native Letten in Lettland leben, da das Land zweimal unter sowjetischer und einmal unter deutscher Besatzung und damit verbundenen Umsiedlungen, Ein- und Auswanderungen und Dezimierungen des eigenen Volkes gelitten hat.

riga-okkupationsmuseumDas erfährt man z.B. im Okkupationsmuseum, das sehr eindringlich die Leidensgeschichte des Landes darstellt. Man sollte dafür etwa eine Stunde einplanen. Größer dürfte das Museum aber auch nicht sein, denn es gibt wirklich viel zu lesen. Ein Film zu Beginn fasst die wichtigsten Fakten aber gekonnt zusammen – und zwar auch auf Deutsch. Der Besuch lohnt sich besonders an Tagen mit schlechtem Wetter. Allerdings haben viele Attraktionen ab Oktober nur noch bis 17 oder 18 Uhr geöffnet. Für den Abend sollte man sich sowas also nicht aufheben. Eintritt ist in vielen Museen übrigens gegen Spende. Festgelegte Eintrittspreise gibt es aber manchmal auch.

riga-laima-freiheitsdenkmal-roken-rolWas man sonst noch so in Riga entdecken kann, erzähle ich euch in den nächsten Tagen!

Unterschrift1

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Hotel:
Knights Court | Bruņinieku iela 75B (im Hinterhof) | Riga, LV-1009, Latvia | Website

Reiseführer:
Reise Know-How City Trip Riga |2014 | 11,95 €

Okkupationsmuseum:
Raiņa bulvāris 7, Rīga, LV-1050 | Website

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Alle Artikel zu Riga im Überblick:
Teil 1: Welcome to Riga!
Teil 2: Kaffeeklatsch in Riga
Teil 3: Riga Old Town
Teil 4: Dinner in Riga
Teil 5: Außerhalb der Altstadt

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8 Antworten zu Welcome to Riga!

  1. reverendpeter schreibt:

    Hat dies auf Life Church rebloggt.

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  2. Habe bisher nur Gutes von der Stadt gehört und möchte spätestens jetzt auch mal hin :)

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  3. diealex schreibt:

    Toller Reisetipp! Eine Baltikum-Reise steht ja auch noch auf meiner Reisewunschliste…
    Viele Grüße, die Alex

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  4. Carmen schreibt:

    So endlich bin ich mal dazu gekommen deine bisherigen Lettland Posts zu lesen. Die Stadt sieht auf jeden Fall sehr schön aus und die Preise sind ja echt super! Also noch eine Stadt die auf meine Wunschliste kommt :D
    xx

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  5. moiren atropos schreibt:

    Das klingt alles sehr spannend! Wenn ich über Kurztripps nachdenke, habe ich mich bisher nie in die Richtung orientiert, eher in den Süden.
    Aber Riga werde ich mir auf jeden Fall mal merken.

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    • Julia schreibt:

      Hey =) Ja, das kommt einem eher nicht direkt in den Sinn, da gebe ich dir Recht. Wobei mich auch andere Städte in der Richtung interessieren, wie z.B. Warschau. Oder seit Riga auf jeden Fall auch Tallinn und Vilnius :D
      Liebe Grüße

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  6. Pingback: Kopenhagen: Meine Top 3 | Lila Lummerland

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