[Freitagsrezi] Good Health – Das Gesund-Bleibe-Magazin

Ich habe es ja schon mal gesagt: Ich mag meine Arbeit! Denn da lerne ich schon aus beruflichen Gründen immer wieder neue Zeitschriften kennen. Zuletzt entdeckte ich die „Good Health“ und allein schon der Untertitel überzeuge mich. Das Gesund-BLEIBE-Magazin – es geht um Erhaltung, nicht um Verbesserung. Davon haben wir in unserer von Optimierungswahn geprägten Welt doch bereits genug.

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Natürlich geht gesund bleiben nur, wenn man schon gesund ist. Also gibt es dennoch ein paar Tipps zum gesund – oder vielleicht besser: gesünder – werden. Das will ich dem Magazin aber nicht vorwerfen. Wer sich für das Thema interessiert, wird schließlich auch diesen Inhalten nicht abgeneigt sein. Insgesamt ist die Zeitschrift in vier inhaltliche Bereiche aufgeteilt: Body, Soul, Brain & Family. Die trennen sich recht gut voneinander ab und sprechen z.T. auch unterschiedliche Lesergruppen an.

Der Einstieg ist ganz sanft und in angenehmen Farben. Alles ist gut zu erfassen, die Struktur des Heftes, die Meinungen, sogar die Experten, die zu manchen Fachfragen zu Rate gezogen werden, werden direkt zu Beginn vorgestellt. Das gefällt mir.

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Es folgen zwei Doppelseiten, die zum Einstimmen auf die folgenden Themen dienen. Sehr geschickt! So weiß man, was kommt, bleibt gespannt, und steckt nicht sofort im ersten Thema „Body“ fest und vergisst die anderen.

Der Soul-Teil gefällt mir besonders gut. Er bringt Erkenntnisse und eröffnet Denkprozesse, ermöglicht Wiedererkennen eigener Situationen. Ein bisschen wie die Flow, die ich ja genau deshalb so gerne lese. Der Family-Teil, der ganz zum Schluss kommt, interessiert mich dafür so ziemlich gar nicht. Den habe ich nur überflogen.

Natürlich dürfen auch in dieser Zeitschrift die Abnehm-Tipps nicht fehlen. Ein schlanker Körper ist nun mal wahrscheinlicher ein gesunder Körper. Es gibt Tipps gegen Stress, für mehr Energie, vieles, was absolut alltagsbezogen UND alltagstauglich ist. Ernährungsmythen sind ja sowieso Dauerbrenner. Und es gibt sogar einen Persönlichkeitstest. Natürlich weiß ich nicht, ob das für jede Ausgabe gilt, aber es hat stark was von typischer Frauenzeitschrift, finde ich.

manche Seiten sind irgendwie altmodisch und nicht so ansprechend

manche Seiten sind irgendwie altmodisch und nicht so ansprechend

Insgesamt erscheint mir die Zielgruppe eine zu sein, die bereits die gängigen Tipps zum Thema Gesundheit kennt. So haben manche vorgestellten Infos in der Zeitschrift ein bisschen was Alternatives. Dennoch finde ich die Good Health nicht besonders hip. Ich könnte mir vorstellen, dass auch meine Mutter dieses Magazin lesen würde. Entsprechend fühlt sich die Zeitschrift aber auch eher an wie eines dieser Blättchen, die Muttis beim Arzt lesen. Im Vergleich mit so hippen Zeitschriften wie Flow oder slow kann die Good Health da nicht beeindrucken und wirkt weniger hochwertig. Das hat aber natürlich mit den Inhalten nichts zu tun. Die sind schön aufgeräumt und manchmal nicht ganz so modern gestaltet, dafür aber gut verständlich aufbereitet und einfach zu lesen – und teilweise natürlich auch mit Mehrwert.

Die Gestaltung mancher Seiten weicht irritierend stark von anderen ab. Das merke ich beim Lesen daran, dass mir manche Seiten vom Layout total zusagen, andere wiederum eher altmodisch auf mich wirken. Das ist irgendwie ein bisschen inkonsequent, aber vielleicht der Tatsache geschuldet, dass das Magazin versucht, eine sehr heterogene Gruppe anzusprechen. Zwar hauptsächlich Frauen, aber darunter solche in ganz unterschiedlichen Lebenssituationen (Tweens, Mütter, Berufstätige…).

andere Seiten gefallen mir richtig gut (gestalterisch!)

andere Seiten gefallen mir richtig gut (gestalterisch!)

Abschließend finde ich die Good Health also interessant und für ein kurzes Rein- oder Durchlesen (ca. 3 Stunden), für mal so zwischendurch (durchaus auch fürs Wartezimmer :D) ganz nett, aber auf keinen Fall als Abo-Zeitschrift, die man dauerhaft verfolgt. Dafür passt sie zu wenig zu mir, ist sie mir vielleicht zu unmodern in einigen Aspekten. Das ist mehr so ein vages Gefühl, aber hundertprozentig überzeugen konnte mich die Good Health trotz guter Inhalte nicht.

Kennt ihr das Magazin? Was muss eine gute Zeitschrift für euch bieten, haben oder vertreten?

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