[24 Wishes] 19: Ein Buch schreiben

Irgendwo habe ich es schon mal erwähnt: Ganz tief in mir drin schlummert noch immer mein Traum, endlich mal ein Buch zu veröffentlichen. Schon mit 13 hatte ich eine komplette Geschichte für einen Fantasy-Roman ausgearbeitet und sogar angefangen zu schreiben. Ein paar Kapitel sind so zusammen gekommen. Und obwohl ich seit über zehn Jahren nicht daran gearbeitet habe, habe ich es nie vergessen. Und irgendwann ist es dann so weit.

19-the-rising

Spätestens seit ich nun ein wirklich gutes, motivierendes Vorbild gefunden habe: Felix A. Münter, der mit seinen Büchern einfach mal genau das macht, was er liebt, und damit überzeugt. Um auch diejenigen von euch, die möglicherweise diesen Wunsch vom Autor sein mit sich herum tragen, zu motivieren, habe ich Felix interviewt:

Lieber Felix,

du bist jetzt seit 2014 Autor. Wie fühlt sich das an, sein eigenes Buch zu veröffentlichen?

Hochspannend! Wobei es bei mir wohl anders lief, als man so ladläufig immer hört. Mein Erstlingswerk musste ich genau einem Verlag vorlegen und eben nicht hunderten. Insofern hatte ich das Erlebnis abgelehnter Manuskripte nicht (und vermisse es übrigens auch nicht). Und natürlich freut man sich über einen solchen Erfolg noch vor Erscheinen des Buchs. Noch mehr hat mich allerdings gefreut, dass es keinerlei Beanstandungen an der Geschichte gab. Sicherlich, Rechtschreibung und Grammatik, da musst du eigentlich immer was machen, aber Leitmotiv und Konzept sind so genommen worden. Das war schon großartig!  

Wie bist du an den Verlag herangekommen?

Mein Erstlingswerk ist 2011 entstanden, als meine Freundin ein halbes Jahr in Australien studiert hat. Irgendwie – und das ist gar nicht böse gemeint- hatte ich damals Zeit. Ich habe ihr dann immer die fertigen Kapitel geschickt und sie gab mir Feedback. Irgendwie eine süße Geschichte, oder?

Als ich dann fertig damit war, habe ich die Geschichte noch ein paar Leuten gegeben, doch ich bin eben auch sehr selbstkritisch und konnte mir trotz allen Lobs nicht vorstellen, dass das jemand lesen will. Und so staubte es dann in meiner Schublade ein. Das ging so lange gut, bis mich meine Freundin überredete, es doch zu veröffentlichen. Dank ihrer Kontakte marschierten wir dann auf der SPIEL in Essen zu den jeweiligen Verlagen. Prometheus (dort, wo meine Fantasy-Trilogie jetzt erscheint) hatte Interesse, aber keine Kapazitäten. Also landete ich bei Mantikore – und dann ging es eigentlich (mit einer kleinen arbeitsbedingten Unterbrechung meinerseits) ganz schnell. Letztlich ging es im Februar 2014 los, da meldete sich der Verlag wieder, fragte nach einer weiteren Probe. Und einen Tag später kam dann das grüne Licht.

Bisher machst du das Bücherschreiben noch neben deinem richtigen Job. Wie geht das? Woher nimmst du die Motivation?

Woher ich die Motivation nehme, ist schnell erklärt: Ich liebe das, was ich tue. Und wenn ich dann auch noch ehrliches Feedback bekomme und sehe, dass den Leuten gefällt, was ich da geschrieben habe – ja, ich fiebere jeder Rezi entgegen – dann bin ich glücklich. „Glück“ und „davon leben können“ sind übrigens zwei paar Schuhe ;)

Woher ich die Zeit nehme – dass kann ich eigentlich niemandem so richtig erklären. Ich bin selbständig und habe eine volle Woche, oftmals mit 40 – 60 Arbeitsstunden. Irgendwie bringe ich es aber fertig, mir täglich ein paar Stunden für das Schreiben zu reservieren. Hinzu kommt der übliche Kram, den jeder hat. Freizeit eben. Aber irgendwie klappt es. In diesem Jahr so sehr, dass bisher fünf Bücher das Licht der Welt erblickt haben, vielleicht schafft es noch ein sechstes vorm Jahreswechsel. Ich glaube, das klappt so gut, weil ich vieles einfach schon durchgedacht habe, bevor ich in die Tasten haue. Oder ich mache einfach das, was ich schon immer machen wollte. Ehrlich gesagt – ich habe keine Erklärung.

Woher nimmst du die Ideen für die ganzen Charaktere? Aus deinem Umfeld? Oder sind die reine Fiktion?

Meine Charaktere sind wohl eine Mischung aus Fiktion und Beobachtung, ich versuche aber niemanden aus meinem direkten Umfeld abzubilden. Denn wenn deine Freunde und Bekannten sowas spitz bekommen, dann hast du keine ruhige Minute mehr. Sie fragen dich dann, warum du einem Charakter dieses oder jenes angetan hast. Aber es ist ein wunderbarer Scherz. Mittlerweile feixe ich im Bekanntenkreis, das ich jemanden, der mich nervt/ärgert/aufregt einfach in mein nächstes Buch packen und ihm dann ein ziemlich schlimmes Unglück zukommen lasen werde. Für einen Lacher ist das immer gut.

Die Charaktere kommen recht automatisch. Ich habe da eine einfache Regel: Wenn du über deinen Charakter schreiben kannst, ohne eine Blockade zu bekommen, dann schreibst du genau so, wie der Charakter handeln würde. Wenn du ins Stottern gerätst, dann ist etwas falsch gelaufen. Damit bin ich bisher ganz gut gefahren.

Was empfiehlst du jemandem, der einen ähnlichen Weg anstrebt und auch mal einen Roman veröffentlichen möchte?

Naja: Glaubt an euch. Wenn ihr wirklich veröffentlichen wollt, dann ist das heute einfacher als jemals zuvor. Aber es setzt auch wirklich hartes Training voraus. Wenn du nicht bereit bist, täglich zu schreiben – oder wenn du keinen Spaß daran hast – dann ist diese Arbeit auf lange Sicht ungeeignet für dich. Davon abgesehen gibt es aber keine großen Hürden. Man mus sich eingestehen, dass man eben nicht perfekt ist und immer etwas lernen kann. Man muss an sich glauben – und den Mut haben, es auch zu versuchen. Dann klappt es schon!

Wer jetzt mehr von dir lesen möchte – wie kann er dich unterstützen?

Amazon listet alle meine Bücher auf – einige davon sind bisher nur als Ebook erschienen, aber das tut der Sache ja keinen Abbruch. Wenn ihr etwas von mir gelesen habt – lasst mir eine Rezi da. Das ist so unheimlich wichtig für jeden Autor, denn die Dinger entscheiden, ob auch andere deine Bücher kaufen oder eben nicht.

Und wer mich in einer besonderen Art und Weise unterstützen will – für den habe ich da etwas. Nämlich Patreon! Das Konzept dort erinnert an Kickstarter, ist im Grunde aber doch ganz anders. Und ich habe mich bemüht, einige spannende Optionen einzubauen. Schaut es euch an, vielleicht gebt ihr euch ja einen Ruck?

Felix, vielen Dank für deine ehrlichen und motivierenden Antworten! Ich wünsche dir noch ganz viele weitere erfolgreiche und spannende Bücher, die sich so gut lesen wie die, die ich bereits von dir kenne!

Für euch gibt es nun ein Exemplar von „The Rising – Neue Hoffnung“ zu gewinnen.

Was ihr dafür tun müsst? Die Teilnahmebedingungen findet ihr hier. Außerdem wüsste ich gerne, welchen Traum ihr schon so lange mit euch herum tragt wie ich den Traum vom Buch Veröffentlichen.

Unterschrift1

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Das Gewinnspiel startet sofort und endet am 23. Dezember 2015 um 23:59 Uhr.

Das Buch wird mir freundlicherweise von Felix A. Münter zur Verfügung gestellt. Vielen herzlichen Dank dafür, lieber Felix!

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EDIT 28.12.2015: Gewonnen hat Rosa Brewka. Du erhältst in Kürze eine Mail von mir.

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6 Antworten zu [24 Wishes] 19: Ein Buch schreiben

  1. caliara schreibt:

    Also so richtig einen Traum habe ich nicht, außer dass ich gerne etwas anderes arbeiten würde aber ich einfach nicht wüsste was…
    LG Caliara

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  2. diealex schreibt:

    Hallo,
    mein Traum ist ja, Weihnachten mal in der Karibik zu verbringen (habe ich das hier nicht schonmal irgendwo geschrieben?).
    Viele Grüße und ein schönes Wochenende,
    die Alex

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  3. rosa Brewka schreibt:

    Mein Traum ist es Lehrerin zu werden :) Mein Studium hat jetzt begonnen und ich hoffe alles gut zu meistern :) Liebe Grüße und frohe Vorweihnachtstage

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  4. Laura Magdalena schreibt:

    ich träume davon einmal einen richtigen insel-urlaub machen zu können :) und tief im inneren strebe ich danach ärztin zu werden!

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  5. Margareta Gebhardt schreibt:

    Hallo ,

    Mein Traum ist einmal richtig Urlaub machen .
    Ich wünsche Dir schönen 4 Advent .

    Liebe Grüße Margareta

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  6. Jasmin schreibt:

    Eine Londonreise machen.lg

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