[Freitagsrezi] eat healthy

Ein neuer Fall von „Ich habe bei der Arbeit etwas entdeckt“. Und dann mit nach Hause genommen. Um es schließlich in der Bahn zur Arbeit zu lesen. Ich bin so clever.

Aber so kam ich in den Genuss einer wirklich gut aufbereiteten, neuen Zeitschrift. Die eat healthy Redaktion setzt sich nur aus Oecotrophologinnen zusammen – manche sind durch zahlreiche Medienpräsenzen auch bereits bekannt. Und diese Damen mit einem fundierten ernährungswissenschaftlichen Hintergrund können auch noch gut verständlich Inhalte für den interessierten Leser herunterbrechen.

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Der Aufbau ist denkbar einfach. Es gibt ein Titelthema, das sich in mindestens einer der Rubriken ausführlich wiederfindet. Dazu gibt es vier feste Rubriken und ein bisschen Kleinkram zum Füllen.

Starters:

Direkt zu Beginn gibt es zwei Doppelseiten mit Neuigkeiten aus dem Lebensmittelbereich. Hier werden z.B. Kochbücher vorgestellt oder neue Küchenhelfer oder tatsächlich neue Lebensmittel. Es werden Trends beleuchtet und die Lieblingsprodukte der Redaktion bekommen auch eine halbe Seite Platz. Außerdem gibt es im Anschluss einen Saison-Check: In der heutigen Zeit, in der alles immer verfügbar scheint, eine sinnvolle Idee. Hier erfährt der Leser, welches heimische Gemüse gerade saisonal verfügbar ist. Und was man daraus machen kann.

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Kochen:

Rezepte, Rezepte, Rezepte. Und Zubereitungstipps für mehr Abwechslung bei sehr beliebten Produkten wie z.B. Kartoffeln oder Waffeln. Außerdem gibt es immer einen Klassiker light, da wird ein sonst eher kalorienreiches, beliebtes Essen wie Pizza auf seine Bestandteile überprüft und die Rezeptur so angepasst, dass weniger Fett und Kalorien enthalten sind. Ziemlich gut und eine tolle Anregung für alle, die den Klassikern verfallen sind ;)

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Außerdem sehr gut und so schön realitätsnah: Rezepte, die in weniger als 30 Minuten fertig sind. Das braucht der Berufstätige von heute!

Alle Rezepte werden von der Redaktion selber erstellt und auf die Inhaltsstoffe überprüft. Ein Ernährungsratgeber hilft mit Symbolen für „wenig Kalorien“, „low fat“, „low carb“, „gute Fette“, „glutenfrei“, „lactosefrei“, „vegan“ und einigen mehr dabei, bei jedem Rezept schnell und auf einen Blick zu entscheiden, ob das was für einen ist. Das finde ich ziemlich gut. Eine Definition der Symbole gibt es ganz vorne in jeder Ausgabe, sodass man auch genau weiß, was z.B. „wenig Kalorien“ bedeutet und die Aussage keine leere Hülle bleibt. Auch daran merkt man die Professionalität, mit der an die Zeitschrift herangegangen wird.

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Ernährung:

Dieses Kapitel hält ernährungswissenschaftliche Infos bereit, erklärt neue oder alte Produkte, ihre Eigenschaften, ihre Vorteile und räumt z.T. mit Vorurteilen auf. Auch kontroverse Themen finden Platz in dieser Kategorie. Die Redaktion gibt sich hier in ganz oecotrophologischer Manier Mühe, jeweils alle Seiten zu beleuchten. Selten wird sich festgelegt auf „nur gut“ oder „nur schlecht“. Und so ist es ja auch richtig. Es bringt nun mal meistens nichts, ein bestimmtes Produkt zu verteufeln oder in den Himmel zu loben. Dadurch entstehen Irrglauben und falsche Ernährungstrends. Dem beugen die Aussagen in der eat healthy vor. Und bleiben dabei doch am Puls der Zeit: Ganz trendbewusst greifen sie Themen auf, die gerade viel diskutiert werden, wie z.B. die Debatte um rotes Fleisch oder den Hype um slow carbs.

Einkaufen

Diese letzte Rubrik enthält Produktprüfungen und Produkttests, die sehr gewissenhaft hinsichtlich verschiedener Kriterien durchgeführt werden. So wird auch neben einem Geschmackssieger immer ein Rezeptursieger gekürt, der vielleicht nicht ganz so gut schmeckt wie der Sieger, aber ernährungsphysiologisch die günstigste Zusammensetzung vorweist. Ich mag diese Objektivität, die die eat healthy bietet!

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Gestalterisch ist die eat healthy ansprechend, modern, meist hell. Mir persönlich gefällt die Darstellung der Rezepttexte und Produkttest-Infos in den unterlegten Kästen nicht so recht, aber das ist ja Geschmackssache und stört nicht den Informationsgehalt, den diese neue, wirklich gut aufbereitete Ernährungszeitschrift zu bieten hat.

Wer sich für Ernährung interessiert und Hintergrundinfos zur Meinungsbildung braucht, kann guten Gewissens in der eat healthy nachschlagen. Sicher sind die Meinungen, wenn dann durch die Empfehlungen der DGE getrübt, die auch nicht immer das Gelbe vom Ei sind. Aber wenigstens ist es eine verbindliche Anlaufstelle in Deutschland, die sicherlich durch Einflüsse solcher gut informierten Oecotrophologinnen in Zukunft schneller auf neue Strömungen in der Ernährungsphilosphie der Deutschen reagieren kann und hoffentlich auch wird!

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3 Antworten zu [Freitagsrezi] eat healthy

  1. britti schreibt:

    Hallo, sehr informativer Beitrag. Falls es nicht zu unverschämt von mir ist und du die Zeitschriften noch hast, könntest du mir das Rezept „Wir backen Waffeln“ evtl. zuschicken? Liebe Grüße, britti

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  2. momentchenmal schreibt:

    Hallo Julia! Toller Beitrag und klassischer Fall von a Blogger Made me buy it 😉 werde ich definitiv mal anschauen! Alles Liebe Rebekka

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