Wie du ein Motivationstief überwindest

Kennst du den Scheißegal-Effekt? Wenn du eine Diät machst, kennst du ihn bestimmt. Aber auch, wenn du langfristig etwas an deiner Ernährung oder deinem Sport-Verhalten ändern möchtest, könntest du ihm schon begegnet sein.

Stell dir vor, du hast deine Ernährung erfolgreich umgestellt und verzichtest weitestgehend auf Zucker. Jetzt bist du aber auf eine Geburtstagsfeier eingeladen und natürlich isst du ein Stück Kuchen. Das solltest du genießen und ganz bewusst essen. Es passt durchaus in deinen Ernährungsplan und macht dich nicht schlagartig fett. Nach der Feier isst du doch wieder „im Plan“. Was soll also passieren?

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Aber genau das ist der Knackpunkt. Viele Menschen kommen aus dem Tritt, wenn sie sich Ausnahmen gönnen. Schnell werden sie beim Genuss von einem Stück Kuchen von Gedanken übermannt wie „Jetzt ist der ganze Tag außerhalb des Plans und total hinüber – jetzt ist es auch scheißegal, ob ich mir noch ein Stück Kuchen und abends noch eine Pizza und ein paar Chips reinziehe“.

Da ist er – der Scheißegal-Effekt, ein gemeiner Effekt, mit dem wir uns gerne selber untergraben. Dabei muss das nicht sein. Man kann auch nach einem Stück Kuchen direkt wieder „back on track“ sein.

Wie das geht, wenn man gerade so gar nicht motiviert ist? 

Think about why you started!

Besinn dich zurück auf den Anfang. Warum wolltest du dein Verhalten ändern? Was hast du dir davon versprochen? Was versprichst du dir noch davon?

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Schreib dir deine Ziele auf oder visualisiere sie mit Hilfe von motivierenden Sprüchen oder Bildern. Vielleicht hast du auch ein Kleidungsstück, in das du wieder hineinpassen willst? Vergrab es nicht länger im Schrank, sondern hänge es gut sichtbar auf. Oder du hast ein Foto von dir, auf dem du dir besonders gut gefällst? Du willst wieder so aussehen? Halte es dir immer wieder vor Augen.

Wie ich schon bei den guten Vorsätzen geraten habe: Was du immer wieder siehst, wirst du verinnerlichen. Das hilft dabei, deine Ziele zu erreichen.

Gönn dir Abwechslung

Dein Workout langweilt dich, weshalb du dich  nicht dazu durchringen kannst, es anzugehen? Mach ein neues! Niemand zwingt dich, tagein tagaus dasselbe Workout zu absolvieren. Das Internet ist voll von Fitness-Videos, es gibt unzählige DVDs für das Training zu Hause, such dir unterschiedliche Kurse in deiner Umgebung. Probier etwas aus, das du noch nicht kennst.

Abwechslung hat gleich mehrere Vorteile für dich:

  • Dir wird nicht langweilig, du bleibst dran und bist im besten Fall motiviert, weil du Spaß hast.
  • Unterschiedliche Formate fordern die unterschiedlichsten deiner Fähigkeiten: Ausdauer, Konzentration, Koordination, Kraft, Fokussierung.
  • Außerdem werden durch wechselnde Workouts auch immer wieder andere Muskelgruppen angesprochen. Das ist allein schon deshalb wichtig, weil du ja auch im Alltag alle deine Muskeln brauchst. Isoliertes Training ist selten sinnvoll.

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Gute Gründe für mehr Sport

Du weißt nicht, warum du dich durch Sportkurse oder Fitness-Videos quälen sollst? Vielleicht geht es dir gar nicht ums Abnehmen? Oder du bist gefrustet, weil das mit dem Abnehmen nicht so gut klappt? Es gibt noch mehr Gründe, die für ein bisschen Sport sprechen – abseits des vielleicht gewünschten Gewichtsverlusts:

  • Training macht glücklich und ausgeglichen. Denn Sport setzt Endorphine, die bekannten Glückshormone, frei. Deshalb fühlt man sich nach dem Training immer so gut – egal, wie schlecht man vorher drauf war.
  • Man kann besser mit Stress umgehen. Auf den ersten Blick mag es paradox klingen: Sport setzt den Körper kleineren Stress-Intervallen aus – und genau deshalb lernt der Körper, besser mit Stress umzugehen und ihm standzuhalten. Denn er wird mit kleinen, ungefährlichen Stress-Häppchen trainiert und gewöhnt sich so daran. Kommt dann mal größerer Stress, sind wir gewappnet. Toll, oder?

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  • Man tut etwas für seine Gesundheit. Okay, das ist vielleicht ein unsexy wirkender Grund. Aber in Wirklichkeit ist Gesundheit sehr sexy:  Man wird es dir ansehen. Weil du gesund, ausgeglichen und glücklich bist, wirst du das auch ausstrahlen. Und andere Menschen damit anstecken.
  • Man bekommt ein besseres Köpergefühl. Und dadurch auch mehr Selbstbewusstsein. Das Gefühl, in dem neuen Kleid durch die Stadt zu gehen, sich gerne zu zeigen und sich dabei ganz selbstverständlich schön zu fühlen – wer möchte das nicht? Sport gibt dir auf natürlichem Wege dieses Gefühl. Und wichtig ist dabei auch gar nicht, wie trainiert du aussiehst – sondern wie gut du dich fühlst!

Dranbleiben!

Wenn du dir das vor Augen führst, fällt es dir auch leichter, das Training zu absolvieren oder wieder einzusteigen. Denn es gibt dir viel mehr, als du vielleicht anfangs davon erwartet hast. Und so wird es allmählich fester Bestandteil deines Lebens. Denn nur durch ständige Wiederholung wird etwas zu einem Teil von dir und deinem Leben. Betrachte das Workout nicht als zusätzlichen Ballast.

Hier gilt übrigens der abgedroschene Satz „Der Weg ist das Ziel“. Denn am Ende beschert dir ein Workout jedes Mal ein gutes Gefühl und dein Körper verändert sich schrittweise. Du kannst nach jedem harten Training stolz auf dich und deine Leistungen sein, du kannst dich jeden Tag schön und stark fühlen.

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Es geht nicht darum, ein vorgegebenes Ziel zu erreichen, sondern die Schritte zu genießen, die du auf dem Weg dorthin unternimmst. Dazu gehören auch Pausen. Aber auch, nach einer Pause wieder anzufangen. Also: Worauf wartest du noch?

Unterschrift1Eine Übersicht über absolvierte Sportprogramme und meine Motivationstipps findest du hier.

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5 Antworten zu Wie du ein Motivationstief überwindest

  1. Pingback: Sport: Challenges, Programme, Motivation | Lila Lummerland

  2. Pingback: Bonner Linktipps am Montag: Wie Pokémons im Haushalt helfen könnten - Bundesstadt.com

  3. So(u)lution schreibt:

    Genau so! Du hast Recht! Wichtig ist doch, dass man dran bleibt und nicht gleich wieder aufgibt, wenn man einen schlechten Tag hatte, oder? Toller Beitrag :D

    Gefällt mir

  4. Pingback: Woher nimmst du die Motivation? | Lila Lummerland

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