Teneriffa im Winter

Drei Tage vor Weihnachten stieg unser Flieger in die Luft – gen Süden, um dem großen Fest zum Jahresende zu entfliehen. Sonne, Natur, Erholung waren erklärte Ziele unserer kurzen Reise nach Teneriffa, die uns  sommerliche Temperaturen, weiße Weihnacht und Schienbeinmuskelkater bescherte.

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Und auch wenn Teneriffa zu den Pauschalreisezielen gehört und sicherlich schon viele Menschen vor mir die Tops und Flops der Insel entdeckt haben, so habe ich doch heute meine persönlichen Top 3 für euch.

El Teide 

Klar, ein absolutes Muss! Hoch auf den Teide fahren, das Vulkanmassiv rauf, das den Kern der Insel ausmacht. Von fast überall ist die schneebedeckte Spitze zu sehen, wenn nicht gerade Wolken aus dem Norden daran hängen bleiben und den Blick versperren. 

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Im Teide Nationalpark kann man schön wandern gehen, habe ich mir sagen lassen. Doch im Winter – und im Dezember ist auch auf den Kanaren trotz 18 Grad und Sonne Winter – kann es stürmisch werden. Und natürlich kalt. Gerade auf 2.000 Metern Höhe. 

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Deshalb gibt es die Cañadas Straße, die durch Wälder der unterschiedlichsten Formen und in schlängelnden Linien den Berg hinaufführt. Am Wegesrand gibt es immer wieder Aussichtsplattformen, die den Blick auf Puerto de la Cruz, La Orotava und die Küste im Norden freigegeben. 

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Außerdem markiert alle paar Kilometer ein Schild die Höhenmeter, die man schon erreicht hat. Und mit jedem Höhenmeter kann man die sinkende Temperatur auf der Außentemperatur-Anzeige des Mietwagens beobachten. 

Es wird immer kälter, je näher man dem Nationalpark kommt, und plötzlich liegt der erste Schnee auf noch nicht mal 2.000 Metern Höhe. 

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Wenn man einfach den Straßenschildern folgt, kann man sich nicht verfahren. Auf ein Navi solltet ihr verzichten, es sei denn, ihr steht auf Nervenkitzel. Denn unser Navi brachte uns, wahrscheinlich weil es den Weg für eine Abkürzung hielt, von der Hauptstraße auf entlegenste Nebenstraßen mit Steigungen, die unser kleiner Mietwagen überhaupt nicht packte.

Die Straße führt dann zwar in Serpentinen, aber recht gemütlich zum und durch den Teide Nationalpark. Dort passiert man wirklich beeindruckende und abgefahrene Landschaften, die teilweise unwirklich erscheinen und die meiner Meinung nach ein Muss beim ersten Teneriffa-Besuch sind.

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Garachico 

Ein nettes kleines Städtchen im Norden der Insel ist Garachico. Wir erreichten es eher zufällig, nachdem wir bereits eine Tour von Los Gigantes, einer ins Meer ragenden Felsformation im Osten, über kleinere Orte in der Nähe durch das Teno-Gebirge hindurch bis hin zur Schlucht von Masca hinter uns hatten.

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Wir hätten an dieser Stelle den ganzen Weg zurück fahren können – oder eben weiter bis nach Garachico, von dem ich hundert Serpentinenschlaufen später glaubte, wir würden es nie erreichen oder seien möglicherweise schon dran vorbei gefahren. Wir landeten dann doch noch dort und belohnten uns mit einem Spaziergang durch die bunten Gassen, Gärten voller Weihnachtsdeko und vorbei an unauffälligen Souvenirläden.

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Insgesamt lässt das Städtchen einen einfach ganz in Ruhe gucken, schlendern und natürlich touri-mäßig Fotos knipsen. Es ist ruhig, was ich aber fast überall auf der Insel so empfunden habe und was überhaupt sehr schön ist an Teneriffa (oder vielleicht generell im Urlaub?).

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Garachico lädt auf jeden Fall zu einer Pause ein, also gönnten wir uns auch noch einen Kaffee, bevor wir weiterfuhren, um den Drachenbaum anzusehen.

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Abwechslung auf dem Teller: El maná  

Die kanarische Küche besteht vor allem aus Fleisch, Fisch und den typischen Kartoffeln in Salzkruste. Gemüse habe ich sehr vermisst. Wer genug Fisch und Meeresfrüchte (unbedingt essen, weil frisch und lecker) gegessen hat und wie ich einen akuten Gemüsemangel verspürt, kann fein und lecker vegetarisch essen gehen. Das kleine Restaurant El mana hebt sich ganz bewusst von den Standard-Touri-Angeboten der Stadt Puerto de la Cruz im Norden der Insel ab und bietet eine abwechslungsreiche Karte voller vegetarischer Speisen.

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Ich hatte ein Cashew-Curry mit Zucchini, Pilzen und Aubergine zu Buchweizen und war damit ganz happy. Denn auch wenn die kanarische Küche lecker ist und wir immer gut gegessen haben, so sind die Gemüseanteile doch eher sparsam und selten mehr als Deko. 

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Und zum Schluss noch ein paar Tipps:  

An den Weihnachtstagen haben viele Restaurants geschlossen, also am besten vorher schon mal die Augen nach Aushängen offen halten oder nachfragen. Man findet aber natürlich auf jeden Fall etwas zum Essen. 

Ein Mietwagen kostet etwa 35 € pro Tag (mehr Tage gibt es natürlich mit Rabatt). 

Viele Läden halten in der Mittagszeit eine Siesta ab und haben bis in den Nachmittag hinein geschlossen. 

Der botanische Garten ist absolut sehenswert und überhaupt nicht langweilig!

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Und wenn ihr im Winter woanders Urlaub machen wollt, schaut mal bei der Blogparade zum Reisen im Winter von Before we die vorbei!  Da gibt es ganz viel tolle Inspiration!

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Eine Antwort zu Teneriffa im Winter

  1. sunnymoeller schreibt:

    Toller Reisebericht!!! <3

    Gefällt 1 Person

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