Sport im Urlaub: Freeletics

Dreieinhalb Wochen Urlaub. Ein Traum. Aber auch eine Herausforderung, wenn man nicht drei Wochen in einem Hotel mit integriertem Fitnessstudio gebucht hat und man trotzdem ein gewisses Maß an Sport unterbringen möchte.

Als feststand, dass wir drei Wochen lang Neuseeland mit dem Campingwagen bereisen würden, fing neben Überlegungen zur Reiseplanung und zum Kofferpacken auch die Suche nach geeigneten Programmen und Apps an. Den BBG schloss ich aus, weil er einfach zu viel Equipment benötigt. DVD-gebundene Programme wie Shred oder andere Jillian-Michaels-Formate fielen ebenfalls raus. Und weil ich nicht wusste, wie gut die Internetverbindung on the road sein würde, musste es etwas sein, das auch ohne Wifi auskommt.

Freeletics Bodyweight 

Gelandet bin ich schließlich bei der Bodyweight App von Freeletics. Die ist erst mal kostenlos und auch eine Reihe von Workouts ist frei zugänglich und auf unterschiedliche Bedürfnisse zugeschnitten. Oft trainiert man wirklich ausschließlich mit dem eigenen Körpergewicht, manchmal ist eine Wand notwendig oder man braucht eine Pull up Stange – solche habe ich dann halt ausgelassen. Für die Grundfitness reichen die Kombinationen von Ausfallschritten, Kniebeugen, Burpees, Sit ups, Plank-Variationen und Liegestütz allemal. Und: Ich habe die Workouts wirklich unterschätzt!

Die Kombinationen sind nämlich wirklich fordernd. Viele der Workouts sind als Pyramidentraining aufgebaut, d.h. dass die Wiederholungszahlen pro Übung in jeder Runde variieren. Zwei Beispiele:

Dadurch muss man viel mitzählen, was ein wenig nerven kann. Andererseits ist man mit dem Kopf so auch die ganze Zeit beim Training und begünstigt so die Mind-Muscle-Connection. Dadurch trainiert man bewusster und das gute Gefühl hinterher, es geschafft zu haben, ist deutlich stärker ausgeprägt (finde ich).

Von Aphrodite bis Zeus

Alle Workouts haben die Namen von Gottheiten. Sie dauern unterschiedlich lange (ich habe zwischen 10 und 40 Minuten je nach Training gebraucht) und sind unterschiedlich anstrengend. Manche bestehen aus drei, manche aus fünf Runden, manche sehen Pausen zwischen den Runden vor, manche nicht. Manchmal beinhaltet eine Runde nur drei Übungen, manchmal aber auch sechs. Egal, wie viel Zeit man hat und aufbringen will, und egal, auf welche Muskulatur man den Schwerpunkt setzen möchte – man findet immer ein Workout, das zu den eigenen Ansprüchen passt.

Jede Übung wird übrigens in sehr guten Videos erklärt. Allerdings sollte man sich die Videos runterladen, solange man WLAN hat, weil die sonst sehr viel Datenvolumen benötigen.

Natürlich ist der Zugang in der kostenlosen Variante beschränkt und es sind leider nicht alle Workouts freigeschaltet, aber für den Anfang – oder eben, um drei Wochen zu überbrücken – reicht das. Vor allem, weil die Trainings durch die teilweise recht hohen Wiederholungszahlen auch sehr anstrengend sind und viel von einem verlangen. Ich sag nur: 150 Burpees. Mach die mal am Strand – das ist doppelt schweißtreibend!

Motivation 

Die App zeichnet auf, wie lange man für ein Workout braucht. Wenn man dann dasselbe Training erneut macht, wird die persönliche Bestzeit (PB) angezeigt. Gut ist daran, dass man den eigenen Fortschritt sehen kann. Außerdem kann man nach jedem Training kurz in der App festhalten, wie gut die Technik war und wie man sich gefühlt hat.

Wenn man sich mit Freunden, die ebenfalls die App nutzen, verbindet, kann man sich auch an deren Zeiten messen. Mir persönlich ist aber die Ausführung des Trainings wichtiger als die Zeit, die ich für die vorgegebenen Wiederholungen benötige. Und ich mag ja den Wettkampfgedanken nicht, aber manche spornt das bestimmt an.

Und wenn jemandem langweilig wird: Jedes Workout lässt sich in den drei unterschiedlichen Varianten „Endurance“ (i.d.R. cardiolastiger), „Standard“ und „Strength“ (krass anstrengend!) ausführen.

Fazit 

Freeletics Bodyweight bietet ausreichend Abwechslung und sehr fordernde Workouts für unterwegs oder als Ergänzung zu bestehenden Trainingsplänen. Gerade wenn man kein Fitnessstudio in der Nähe hat, dafür aber ausreichend Platz (den man ja im Urlaub häufig auch gut draußen hat), eignen sich die Workouts prima, um die Grundfitness zu verbessern oder zu erhalten – je nach eigenem Level. Ich bin damit gut gefahren und habe auch nach dem Urlaub noch das ein oder andere Workout gemacht.

Habt ihr Erfahrungen mit Freeletics oder weitere Fragen dazu? 

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