Stadtradeln – mehr als nur Fahrradfahren. Nachhaltige Mobilität zum Earth Day 2018.

Heute ist der 22. April 2018.
Ein sonnig-warmer Tag, der sich in die ersten beinahe sommerlichen Tage dieses Jahres einreiht und dazu einlädt, zu Fuß oder mit dem Fahrrad unterwegs zu sein, zu picknicken, ein Eis zu essen, Natur zu erleben. In Bonn stehen die Kirschbäume leuchtend-pink in voller Blüte und locken neben vielen neugierigen Touristen auch die Bonner Städter aus ihren Häusern.

Heute ist Earth Day.
Der steht in Deutschland als Tag der Erde dieses Jahr unter dem Motto „Nachhaltige Mobilität hat Zukunft – Tempo für die lebenswerte Verkehrswende“. Denn: Wir fahren in Deutschland zu viel mit dem Auto. Das ist schlecht für die Umwelt und hindert uns daran, die Klimaziele zu erreichen, die festgelegt wurden, damit wir auch in Zukunft – also nachhaltig – auf diesem einen Planeten, den wir unser Zuhause nennen, leben können.

Aber: Rund 694.000 Staus, über 1,3 Millionen Kilometer Staulänge und 419.00 Staustunden bundesweit – das ist die Staubilanz des ADAC aus dem Jahr 2016. Die Umweltbilanz: verheerend. Dabei gibt es Alternativen zur Nutzung des eigenen Autos. Beschäftigte sollen beispielsweise beim Umstieg aufs Fahrrad unterstützt werden – ein wichtiger Beitrag zur nachhaltigen und zukunftsfähigen Mobilität. „Es besteht dringend Handlungsbedarf, um die ambitionierten Klimaschutzziele zu erreichen. Während in den großen Bereichen der Industrie und der Energiewirtschaft die CO2-Emissionen kontinuierlich gesunken sind, sind diese beim Verkehr deutlich gestiegen“, sagt auch Earth Day Präsident Thomas Dannenmann (1).
Wie passend:

Heute ist der 201. Jahrestag der Erfindung des Fahrrades durch Freiherrn von Drais.
Das JobRad wird momentan als Alternative zum Firmenwagen hoch gehandelt. Wer von euch kann dieses Angebot bereits nutzen? Ich fahre ja ohnehin immer mit dem Rad zur Arbeit (leider noch ohne JobRad). Seit ich in Bonn arbeite, bestreite ich die 7,4 Kilometer hin und wieder zurück bei fast jedem Wetter mit dem Fahrrad. Um meine Kollegen zu animieren, das auch öfter zu tun, machen wir im Mai gemeinsam als Agentur-Team beim Bonner STADTRADELN mit. Als unser Team-Kapitän möchte ich das Stadtradeln und die Werte, die dahinter stecken, natürlich auch weiteren Bonnern (und allen anderen Interessierten) nahe bringen. Denn je mehr Menschen mitmachen und sich auf ihren Fahrrädern durch ihre Heimat bewegen, desto mehr können wir auch national bewegen!

STADTRADELN – was ist das?

STADTRADELN ist eine Kampagne des Klima-Bündnis, dem größten Netzwerk von Städten, Gemeinden und Landkreisen zum Schutz des Weltklimas mit über 1.700 Mitgliedern in 27 Ländern Europas. KommunalpolitikerInnen und BürgerInnen radeln im Zeitraum vom 1. Mai bis 30. September drei Wochen am Stück um die Wette und sammeln Radkilometer für den Klimaschutz sowie für eine vermehrte Radverkehrsförderung in ihrer Heimatkommune (2). Bonn macht auch mit, und zwar vom 10. bis zum 31. Mai.

Ziel der Kampagne ist es, einen Beitrag zum Klimaschutz zu leisten, ein Zeichen für vermehrte Radförderung in der Kommune zu setzten – und natürlich Spaß beim Fahrradfahren zu haben! KommunalpolitikerInnen als die lokalen EntscheiderInnen in Sachen Radverkehr sollen vorrangig mitmachen, um zu erleben, was es bedeutet, in der eigenen Kommune mit dem Rad unterwegs zu sein und dann Verbesserungsmaßnahmen anstoßen bzw. umsetzen (2). Aber auch alle Anwohner und diejenigen, die in der Kommune arbeiten, einem Verein angehören o.ä. sollen mitwirken können. So geht’s:

STADTRADELN – so könnt ihr mitmachen

Auf der Kampagnenwebsite schaut man nach, ob die eigene Kommune angemeldet ist. Dies kann man leider nicht selbst entscheiden, sondern wird von der Kommune initiiert. Bonn ist, wie gesagt, angemeldet. Dann meldet man ein neues Team an oder schließt sich einem bestehenden Team an. Es gibt keine Einzelkämpfer – man muss also einem Team angehören. Das Team sammelt dann Kilometer im Aktionszeitraum – auf dem Arbeitsweg, in der Freizeit, auf dem Weg zum Einkaufen, zum Sport oder zum Grillen in der Rheinaue …

Während des dreiwöchigen Aktionszeitraums tragen Radelnde die klimafreundlich zurückgelegten Kilometer über den sogenannten Online-Radelkalender ein. Die Ergebnisse der Kommunen und Teams werden auf der STADTRADELN-Internetseite veröffentlicht, sodass sowohl bundesweite Vergleiche zwischen den Kommunen als auch Teamvergleiche innerhalb der Kommune möglich sind und für zusätzliche Motivation sorgen (2). Zu gewinnen gibt es tatsächlich auch etwas, wobei ich ja den Gedanken der Kampagne viel wichtiger finde als die Sachpreise.

Am Ende gewinnen Klima und Umwelt – und vielleicht auch die Kommune oder das eigene Team. Wertvoll ist der Anstoß, umzudenken und dann eben auch umzusteigen. Von Auto aufs Fahrrad.

Wer ist dabei?

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Quellen:

  1. Earth Day 2018
  2. STADTRADELN
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