Wellness im Berchtesgadener Land: unsere Flittertage auf Gut Edermann

„Und dann machen wir erst mal vier Tage Wellness – wir nennen das unsere Flittertage.“ „Ach schön, ja, das könnt ihr dann bestimmt gebrauchen nach all dem Stress.“ 

Woher kommt das eigentlich, dass eine Hochzeit mit Stress in Verbindung gebracht wird? Sollte das nicht eines der schönsten Ereignisse im Leben sein? Warum gönnt man sich direkt im Anschluss an den großen Tag einen Urlaub, um zu entspannen?

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[Blogparade] Die Sache mit dem Online-Dating

Marktwert testen. Das war mein Hauptargument. Und vielleicht den Ex stalken. Denn ich wusste, der war auf diesem Flirtportal angemeldet, das ich ins Visier genommen hatte.

Ich war 19 und frisch getrennt. Die erste schmerzhafte Trennung. Weltuntergang. Dass Liebeskummer vorbeigeht, muss man ja erst lernen. Ich lernte es langsam und auf die harte Tour: kalter Entzug.

Damals – 2008 – war es noch deutlich aufwändiger, sich ein Online-Profil auf einer dieser Plattformen einzurichten. Damals gab es noch keine Apps, über die man sich via Facebook anmelden konnte, sofort ein Bild, Vorlieben und eine „Über mich“-Seite fertigerstellt hatte. Früher hat man sich damit noch Mühe gegeben.

Ich gab mir Mühe. Ich wollte geheimnisvoll wirken, interessant, ich wollte angesprochen werden. Selber ansprechen? Das war nicht meine Taktik. Schließlich wollte ich meinen Marktwert testen, wollte wissen, wie anziehend Männer mich finden, nachdem ich fast zwei Jahre nicht verfügbar gewesen war. War ich attraktiv genug? War ich interessant genug?

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[Blogparade] Kleine Rituale

Ein Kuss bevor du gehst. Jeden Morgen. Das ist unser Ritual seit etwas mehr als fünf Jahren.

Ein Kuss, der nach Kaffee oder nach Orangensaft schmeckt – und manchmal auch nach Porridge. Ein Kuss, der zehn Stunden halten muss, der den Arbeitstag überbrückt, der mich im Hier und Jetzt verankert, wenn meine Träume noch zu real erscheinen und der Tag noch nicht von mir Besitz ergriffen hat.

Ein Kuss, der wichtiger ist als das „Gute Nacht“ am Abend. Man sagt ja, Paare sollten nie im Streit zu Bett gehen und sich immer eine gute Nacht wünschen. Wir verlassen nie im Streit das Haus und wir wünschen uns immer einen guten Tag. Denn den verbringen wir öfter getrennt als unsere Nächte – die sind also ohnehin gut, das müssen wir uns nicht wünschen.

Ein Kuss bevor du gehst. Jeden  Morgen. Falls es das letzte ist, was wir tun.

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Der frühe Vogel … [Blogparade: Zusammenfassung]

Der Early bird – gar keine so seltene Spezies, wenn es danach geht, was ihr so als Antwort auf meine Blogparade „Der frühe Vogel“ eingereicht habt. Ihr erinnert euch: Vor einiger Zeit hatte ich euch erzählt, wie es mir gelungen ist, zum Frühaufsteher zu werden. Und ich wollte wissen, wem es auch so geht – oder warum das absolut nicht in die Tüte kommt. Dabei sind so schöne Antworten zusammen gekommen, dass ich euch die gerne vorstellen möchte.

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[Blogparade] Wie ich zum Frühaufsteher wurde

In meinen jetzt 27 Jahren hätte ich nie gedacht, dass ich das mal sagen würde: Ich mag es, früh aufzustehen! Dabei war ich schon als kleines Kind eine Nachteule, abends aktiv und schwer ins Bett zu bringen. Als Jugendliche war ich oft nachts kreativ und produktiv, voller Ideen und Energie. Während des Studiums versuchte ich mich in einen normalen Tagesablauf zu pressen, konnte mich weder mit dem Eulen- noch mit dem Lerchendasein identifizieren und schrieb mich ab, lost im Chamäleon-Status, der mich so unzufrieden, weil durchschnittlich und langweilig und irgendwie wenig effektiv, zurückließ.

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[Blogparade] Ganz oder gar nicht

Ein Jahr ist es her, dass meine heutige Chefin den erlösenden Satz aussprach: „Wenn du willst, stelle ich dich direkt morgen ein.“ Ich war geplättet, bat aber um ein paar Tage Bedenkzeit. Nicht, dass ich irgendwelche Bedenken gehabt hätte. Aber Menschen neigen ja dazu, sich Optionen offen zu halten. Innerhalb dieses letzen Jahres hat sich eine Menge geändert. Nicht nur, dass ich endlich im Berufsleben – und noch wichtiger: in meinem Beruf – angekommen bin, er mir Spaß macht, ich tolle Projekte betreuen und immer mehr Aufgaben übernehmen durfte. Viel mehr:

Viele kleine Dinge im Alltag haben sich verändert. Mein Schlafrhythmus. Mein Sport. Mein Essen. Mein Hobby, Bloggen, wurde von einer Wann-immer-ich-will-Freizeitbeschäftigung zu einem wöchentlichen Termin: Immer wieder sonntags.

Als Tanja dann fragte, unter welchem Motto mein 2016 stehen soll, da war ich von der Idee direkt begeistert. Ein paar Tage später wusste ich ganz plötzlich ganz genau, welches eine Wort mein 2016 beschreiben soll:

Balance.

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